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Arzneimittelausgaben steigen moderat – starker Anstieg bei ADHS

Donnerstag, 2. Mai 2013

dpa

Hamburg – Die KKH Kaufmännische Krankenkasse hat im ersten Quartal dieses Jahres 2,1 Prozent je Versicherten mehr für Arzneimittel ausgegeben als von Januar bis März 2012. Auch die Anzahl der abgegebenen Rezepte hat sich im Vergleich zum Vor­jahres­zeitraum um zwei Prozent je Versichertem erhöht. „Die Entwicklung macht deutlich, wie wichtig es war, dass der Gesetzgeber im Arzneimittelsektor wirkungsvolle Steuerungs­instrumente zur Kostendämpfung etabliert hat. Das muss auch in Zukunft so bleiben“, sagte Vorstandschef Ingo Kailuweit.

Er begrüßte die Nutzenbewertung von Arzneimitteln, die schon länger auf dem Markt sind. „Dass diese Arzneimittel jetzt auf den Prüfstand kommen, war längst überfällig. Wir erhoffen uns von dieser Bewertung weitere Einsparpotenziale und eine verbesserte Medikamententherapie für unsere Versicherten“, so der Kassenchef.

Von einem Plus von 20 Prozent für Arzneimittel zur Behandlung von ADHS (Aufmerk­samkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) berichtet unterdessen die Techniker Krankenkasse (TK). Dieses Plus bezieht sich allerdings nur auf die Anzahl der Packungen für Patienten zwischen 17 und 20 Jahre. Die Anzahl der Patienten dieser Altersgruppe, die ein Präparat zur Behandlung von ADHS verordnet bekommen haben, ist im Vergleich zwischen 2011 und 2012 um zwölf Prozent gestiegen.

„Die sogenannte Kinderkrankheit ADHS endet nicht automatisch an der gesetzlich festgesetzten Grenze zur Volljährigkeit. Daher ist es wichtig, dass man die Patienten in der Übergangszeit vom Jugend- ins Erwachsenenalter nicht einfach alleine lässt, sondern weiterhin umfassend medizinisch betreut“, sagte Edda Würdemann, Apothekerin bei der TK

Die Auswertung der TK-Daten habe gezeigt, dass in den meisten Fällen die zuständigen Spezialisten die Medikamente verschrieben haben, also Kinder- und Jugendpsychiater, Neurologen und Ärzte, die in psychiatrischen und psychotherapeutischen Ambulanzen arbeiten.

Laut TK kommt bei den Verordnungszuwächsen bei jungen Erwachsenen „ein gewisser Nachholeffekt zum Tragen“. Außerdem sei ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Methylphenidat erst seit April 2011 auch für Erwachsene zugelassen. © hil/aerzteblatt.de

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