NewsÄrzteschaftKammer Niedersachsen fordert mehr Hilfe im Kampf gegen Ärztemangel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kammer Niedersachsen fordert mehr Hilfe im Kampf gegen Ärztemangel

Freitag, 3. Mai 2013

Hannover – Angesichts des Ärztemangels auf dem Land hat die Ärztekammer Niedersachsen mehr finanzielle Unterstützung für neue Modelle gefordert. So übernehmen Arzthelferinnen aus den Praxen von Landärzten bereits in einigen Regionen einen großen Teil der Hausbesuche bei alten und chronisch kranken Patienten. „Leider ist die Finanzierung dieses funktionierenden Modells nicht sichergestellt“, kritisierte heute der Vize-Präsident der Kammer, Gisbert Voigt. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.

In Niedersachsen sind derzeit gut 400 Hausarzt- und 200 Facharztstellen unbesetzt. Noch bis Ende des Jahres läuft ein 2010 gestartetes Projekt des Landes in den Regionen Soltau-Fallingbostel, Emsland und Wolfenbüttel. Ziel ist es, neue Wege zu finden, um die medizinische Versorgung auf dem Land sicherzustellen.

Anzeige

Im Emsland wurden 20 Arzthelferinnen zu nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen weitergebildet, die ihren Chef etwa bei Routine-Hausbesuchen vertreten. Derartige Kurse sollen nach dem Willen der Ärztekammer landesweit angeboten werden, allerdings muss erst die Finanzierung gesichert sein. Die Lage werde sich verschärfen. „Wir wissen, es werden mehr Ärzte ausscheiden als wir neu ins System hinzubekommen“, sagte Voigt.

Auch für die Krankenhäuser rechnet die Kammer landesweit mit 500 bis 600 unbesetzten Stellen. Hier füllen besonders in der Provinz oft ausländische Ärzte die Lücken. Weil diese Kollegen meist wenig Deutsch sprechen, hat das Land vor kurzem ein Kommunikationstraining für ausländische Klinikärzte gestartet.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Juni 2020
Dresden – Ärzte und Psychotherapeuten, die in unterversorgten oder unzureichend versorgten Regionen Sachsens tätig werden wollen, erhalten ab 1. Juli mehr Geld. Der Landesausschuss der Ärzte und
Sachsen: Mehr Geld soll Ärzte in unterversorgte Regionen locken
9. Juni 2020
Saarbrücken – Für ein Medizinstudium im Rahmen der neu eingeführten Landarztquote im Saarland haben sich 112 junge Menschen beworben. Das teilte heute das saarländische Ge­sund­heits­mi­nis­terium mit.
Saarland: 112 Bewerber auf Landarztquote
9. Juni 2020
Stuttgart – Mit einem reformierten Angebot für Medizinstudierende und mit zusätzlichen Studienplätzen will die Landesregierung Baden-Württemberg für mehr Landärzte sorgen. Einen entsprechenden
Kabinett in Baden-Württemberg billigt Pläne für mehr Landärzte
4. Juni 2020
Stuttgart – Mit einem flexibleren Medizinstudium will die Landesregierung in Baden-Württemberg das Interesse am Arztberuf auf dem Land steigern und die Lücken in der Versorgung füllen. Von den
Baden-Württemberg will den „Landarzt 2.0“
27. Mai 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) fordert mehr Personal für die Notfallmedizin und bessere Rahmenbedingungen. „Gerade die vergangenen Wochen der
Fachgesellschaft will mehr Stellen in der Notfallmedizin
25. Mai 2020
Mainz – Jeder zweite berufstätige Arzt in Rheinland-Pfalz ist 50 Jahre oder älter, jeder vierte 60 oder darüber. „Immer mehr Ärzte rücken immer näher an die Phase ihres Ruhestandes heran, aber immer
Jeder vierte berufstätige Arzt in Rheinland-Pfalz ist 60 Jahre oder älter
15. Mai 2020
Halle/Leipzig – Forscher der Universitäten Leipzig und Halle haben ein neues Lehrkonzept „MiLaMed“ (Mitteldeutsches Konzept zur longitudinalen Integration landärztlicher Ausbildungsinhalte und
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER