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Medizin

KHK-Risiko: Gesunde Lebensweise kann Jobstress auffangen

Dienstag, 14. Mai 2013

dpa

London – Ein erhöhter psychologischer Stress am Arbeitsplatz erhöht das Risiko auf eine koronare Herzkrankheit (KHK). Das Risiko steigt nach einer Meta-Analyse im Canadian Medical Association Journal (CMAJ 2013, doi: 10.1503/cmaj.121735) weiter an, wenn der Stress von Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht begleitet wird. Die Meidung dieser vier Risikofaktoren kann die Folgen des Arbeitsstresses weitgehend abfangen.

Der Epidemiologe Mika Kivimaki vom University College London fasst die Ergebnisse von 7 Kohortenstudien zusammen, in denen Arbeiter nach ihren Lebensgewohnheiten und dem Stress am Arbeitsplatz gefragt worden waren. Darunter waren die Whitehall II-Studie aus Großbritannien sowie Untersuchungen aus Frankreich (GAZEL), Belgien (Belstress), Schweden (WOLF-S und WOLF-N) und Finnland (HeSSup).

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Insgesamt kann sich Kivimaki auf die Daten von 102.128 Erwerbstätigen stützen, von denen 15.986 (16 Prozent) unter Stress am Arbeitsplatz litten, wie die Antworten in unterschiedlichen Fragebögen anzeigten. Während einer Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich 7,3 Jahren kam es zu 1.086 koronaren Ereignissen.

Für Arbeiter mit Jobstress errechnet Kivimaki eine 10-Jahres-Inzidenz von 18,4 Ereignissen pro 1.000 Personen. Bei Erwerbstätigen ohne Jobstress betrug sie nur 14,7 Ereignisse pro 1.000 Personen. Noch stärker als der Stress wirken sich die vier ungesunden Lebensweisen auf das KHK-Risiko aus. Für Arbeiter mit zwei bis vier Risikofaktoren ermittelt Kivimaki eine 10-Jahres-Inzidenz von 30,6 Ereignissen pro 1000 Personen.

Unter den Erwerbstätigen, die alle vier Risikofaktoren mieden, waren es nur 12,0 Ereignisse pro 1000 Personen. Wenn diese Personen am Arbeitsplatz unter Stress leiden, steigt die Inzidenz auf 14,7 Diagnosen pro 1000 Personen an. Die Inzidenz war damit genauso hoch wie bei allen Erwerbstätigen ohne Jobstress (wenn der Einfluss des Lebensstils unberücksichtigt blieb).

Kivimaki rät deshalb allen Arbeitern und Angestellten, die Stress am Arbeitsplatz nicht vermeiden können, das erhöhte Risiko durch einen gesunden Lebensstil zu kompensieren. Sie sollten auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichten, sich sportlich betätigen und Übergewicht vermeiden.

© rme/aerzteblatt.de

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