Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Neuer Gesetzentwurf zur Sterbehilfe in Großbritannien

Mittwoch, 15. Mai 2013

London – In Großbritannien greift ein Gesetzentwurf erneut das Thema Sterbehilfe auf. Wie der britische Sender BBC heute berichtet, sollen nach dem Entwurf des früheren Generalstaatsanwalts und Lordkanzlers Lord Falconer Volljährige, die unheilbar krank sind und eine Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten haben, einen assistierten Suizid wählen können.

Voraussetzung sei, dass die Betreffenden nicht geistig beeinträchtigt seien und dass ihre geringe Lebenserwartung und ihr Sterbewille von zwei unabhängigen Ärzten bestätigt würden. Dem Patienten solle dann ein Rezept über eine tödliche Medikamentendosis ausgestellt werden dürfen, die er selbstständig oder mit Hilfe eines Arztes einnehmen könne.

Mit dem Gesetzentwurf wird sich nun das Oberhaus des britischen Parlaments befassen, das ähnliche Forderungen bereits in den Jahren 2006 und 2009 abgelehnt hatte. In Großbritannien ist Beihilfe zur Selbsttötung verboten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Kommission unter Leitung Lord Falconers mit einem ähnlichen Vorstoß für Sterbehilfe für eine Kontroverse gesorgt. Die „Commission on Assisted Dying“ hatte sich dafür ausgesprochen, die Möglichkeiten eines Suizids unter Beihilfe deutlich auszuweiten. Voraussetzung sollte unter anderem sein, dass die betreffende Person das todbringende Präparat selbst einnehmen könne. Die anglikanische Church of England und katholische Vereinigungen wiesen die Initiative zurück. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19.05.17
London – Drei Wochen vor der Parlamentswahl in Großbritannien hat die konservative Partei von Premierministerin Theresa May eine starke Beschränkung der Einwanderung angekündigt. Statt einiger......
18.05.17
Staatliche Suizidbeihilfe: BfArM und BMG prüfen Urteilsbegründung des Bundesverwaltungs­gerichts
Leipzig – Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang März entschieden (Az.: BVerwG 3 C 19.15), dass der Staat Patienten in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu einem tödlichen Medikament......
16.05.17
Bradford – Die Labour-Partei will mehr Geld in das staatliche Gesundheitssystem NHS (National Health System), das in einer tiefen Krise steckt, pumpen und lange Wartezeiten verkürzen. Das geht aus dem......
15.05.17
Berlin – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird sich bald mit Anträgen sterbewilliger Patienten befassen müssen, die von der Behörde die Abgabe tödlicher Medikamente......
03.05.17
Berlin – Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, hat mehr Kreativität gefordert, um Lücken bei der medizinischen Versorgung auf dem Land zu schließen. „Wir brauchen......
13.04.17
Den Haag – Mehr als 6.000 Menschen sind in den Niederlanden 2016 durch aktive Sterbehilfe gestorben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht der zuständigen......
12.04.17
London – Ein Gericht in Großbritannien hat gegen den Willen der Eltern einen Behandlungsstopp für ein todkrankes Baby angeordnet. Das Gericht folgte damit gestern einem Antrag der Ärzte des......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige