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Ärzteschaft

KV Niedersachsen warnt vor großen Problem durch Übergewicht

Freitag, 17. Mai 2013

dpa

Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat darauf hingewiesen, dass Übergewicht in Europa und auch in Deutschland weiter ein großes Problem darstellt. „Dass wir die Lawine des Übergewichts zum Stillstand bringen, ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass wir das Problem der chronischen Lebensstil­krankheiten langfristig in den Griff bekommen“, sagte der KVN-Präventionsbeauftrage Thomas Suermann.

Denn Übergewicht sei einer der wesentlichen Risikofaktoren für andere chronische Krankheiten, die schon heute 77 Prozent der Krankheitskosten in Europa verursachen. Laut KVN ist bereits rund die Hälfte der europäischen Bevölkerung übergewichtig oder adipös. „Unsere nationalen Daten in Deutschland zeigen, dass als Folge des ungesunden Lebensstils zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen übergewichtig sind – und eine Trendwende ist nicht in Sicht“, warnte Suermann.

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Das sei ein ernstzunehmendes Alarmzeichen. Es sei zu erwarten, dass die „Lebensstil­krankheiten“ auch in Deutschland weiter massiv zunehmen werden. „Das zeigen sehr eindrucksvoll die deutlichen Zunahmen des Typ-2-Diabetes in den vergangenen Jahren“, so der Präventionsbeauftragte. Zudem handele es sich nicht um das Schicksal Einzelner, sondern Übergewicht sei ein gesellschaftliches Problem. „Wir müssen uns in Deutsch­land entscheiden, ob wir weiter Krankheiten finanzieren – oder endlich umdenken und strukturiert in Prävention investieren wollen“, erklärte Suermann.

Er schlägt unter anderem ein Werbeverbot von an Kinder gerichtete Werbung für dickmachende Lebensmittel mit zu hohen Fett- und Zuckergehalten sowie ein Verbot des Verkaufs von zuckergesüßten Erfrischungsgetränken vor. Auch die Förderung des Trinkwasserkonsums an Schulen, eine für den Normalbürger verständliche Nährwert­kennzeichnung für verpackte Lebensmittel und eine Ausweisung der Nährwerte direkt am Verkaufspunkt in der Theke oder am Verkaufstresen für Fast Food, Snacks und Getränke in der Kettengastronomie sei zielführend. © hil/aerzteblatt.de

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