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Ärzteschaft

Substitutions­therapie in Hamburg bewährt sich

Mittwoch, 22. Mai 2013

Ein Becher wird in der Institutsambulanz der Malteser Werke im Ostend von Frankfurt computergesteuert mit exakt 100 Milligramm Methadon gefüllt. dpa

Hamburg – Auf einem guten Weg bei der Betreuung von Drogenabhängigen sieht sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hamburg. Sie beruft sich dabei auf das Ergebnis einer einjährigen Sonderprüfung zur Qualitätssicherung der Substitutionsbehandlung in der Stadt. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Behandlungspraxis substituierender Ärzte in hohem Maße dazu beiträgt, dass wir heute einen historischen Tiefststand an Drogen­toten und einen signifikanten Rückgang der Beschaffungskriminalität zu verzeichnen haben“, sagte der stellvertretende KV-Vorstand Walter Plassmann.

Die unabhängige Qualitätssicherungskommission hatte bei 50 zufällig ausgewählten substituierenden Ärzten die Behandlung von 255 Patienten geprüft, von denen 84 Prozent eine sogenannte Takehome-Vergabe erhalten. In 83 Prozent dieser Fälle hält die Kommission diese Vergabe für uneingeschränkt gerechtfertigt, in 17 Prozent der Fälle müsse sie angepasst, kritisch überdacht und gegebenenfalls beendet werden.

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„Die substituierenden Ärzte verhalten sich absolut entsprechend der Betäubungsmittel­verschreibungsverordnung“, betonte Plassmann. Der Vorwurf, in Hamburg sei der Zugang zu Substitutionsmitteln zu niedrigschwellig, sei ungerechtfertigt.

In Hamburg gibt es zurzeit etwa 4.500 gemeldete Substituierte. Fast die Hälfte der Hamburger Opiatabhängigen wird mit Substitutionsmitteln behandelt. Im Jahr 2012 gab es in Hamburg 49 Drogentote, so wenige, wie seit 1986 nicht mehr. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #98372
Thelber
am Mittwoch, 22. Mai 2013, 22:05

Nettes Foto ....

Dennoch denke ich auf "exakt 100 mg" kommt es weniger an (es können auch 95 oder 105 mg sein - so groß ist der Unterschied nicht).

Viel eher kommt es darauf an, dass alle chronisch Abhängigen die Möglichkeit einer Substitutionstherapie erhalten können.

Bei uns im Landkreis sterben die substituierenden Kollegen so langsam aus - Nachwuchs ist hier nicht in Sicht - wer mutet sich diese Klientel aus freien Stücken zu !!
1) BtM-Gesetz mit all seinen Winkelzügen
2) Schwierige Patienten
3) Kaum Vertretungen für den eigenen Urlaub zu finden
4) Inadäquates Honorar für dieses Risiko und diesen hohen zeitlichen Aufwand !!

Siehe auch www.bitte-substituieren-sie.de
LNS

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