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Neues Kompetenzzentrum zur Prävention psychischer Störungen

Donnerstag, 23. Mai 2013

Heidelberg – Ein neues Kompetenzzentrum zur Prävention psychischer und psycho­somatischer Störungen in der Arbeits- und Ausbildungswelt fördert das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Das Heidelberger Zentrum für Psychosoziale Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg soll das neue Zentrum leiten. Baden-Württemberg stellt für das Kompetenzzentrum im Jahr 2013 rund 360.000 Euro zur Verfügung; eine ähnliche Fördersumme ist für das Folgejahr vorge­sehen. Das berichtet das Universitätsklinikum Heidelberg.

In dem neuen Kompetenzzentrum sollen in den nächsten zwei Jahren Psychiater, Psycho­somatiker, Kinder- und Jugendpsychiater mit Arbeits- und Sozialmedizinern sowie Gesundheitsökonomen aller fünf Medizinischen Fakultäten Baden-Württembergs (Heidelberg, Freiburg, Tübingen, Ulm, Mannheim) zusammenarbeiten.

Dabei haben sich die Initiatoren drei Hauptziele gesetzt: Angehörige von Gesundheitsberufen und Führungskräfte in der Lern- und Arbeitswelt sollen lernen, ein auf Alter und Arbeitsplatzsituation abgestimmtes Präventionsprogramm anzubieten. Damit sollen sie psychischen und psychosomatischen Erkrankungen vorbeugen.

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Ein weiteres Ziel sei ist, konkrete Maßnahmen für die Primärprävention zu entwickeln und zu evaluieren. Drittens wollen die Beteiligten geeignete Präventionsprogramme für Menschen mit schweren psychischen und psychosomatischen Erkrankungen schaffen, um Rückfälle zu verhindern.

„Die Anforderungen an Schüler, Studenten und die Arbeitnehmer haben sich erhöht“, sagt Sabine Herpertz, Ärztliche Direktorin der Psychiatrischen Universitätsklinik des Zentrums für Psychosoziale Medizin Heidelberg. Kürzere Schul- und Studienzeiten, überzogener Leistungsdruck, gestiegene Anforderungen an Fertigkeiten und Wissen sowie der Wegfall von Routinearbeitsplätzen hätten ihre Konsequenzen, so Herpertz.

Wolfgang Herzog, Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychosomatik und Direktor des Zentrums für Psychosoziale Medizin ergänzt, psychische Erkrankungen entwickelten sich oft über eine längere Zeit. Dadurch gebe es ein ausreichendes Fenster, um präventiv entgegenzuwirken. © hil/aerzteblatt.de

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