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Ausland

Französische Bosch-Mitarbeiter klagen wegen Asbest-Belastung

Freitag, 24. Mai 2013

Bobigny – Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter von Bosch in Frankreich haben den deutschen Technologiekonzern wegen Asbestbelastung am Arbeitsplatz verklagt. Die Kläger wollten vor einem Arbeitsgericht Entschädigungszahlungen von 22.000 Euro pro Person erstreiten, sagte heute deren Anwalt. Dabei geht es um Bosch-Werke im nordfranzösischen Beauvais und in Drancy nahe Paris.  

In Beauvais, wo bis 2010 Bremssysteme produziert wurden, reichten 400 Angestellte oder frühere Angestellte Klage ein, die zwischen 1966 und 1985 einer Asbest-Belastung ausgesetzt waren. In Drancy wurden bislang 80 Klagen gesammelt. Gewerk­schafts­vertreter sagten, zwischen 1951 und 1996 hätten in Drancy 3.500 Menschen gearbeitet. In dem Zeitraum seien auf Grundlage von Asbest unter anderem Bremsbeläge hergestellt worden.  

Obwohl seit den 1950er Jahren bekannt ist, dass Asbestteilchen Lungenkrebs auslösen können, wurde der Umgang mit diesem Werkstoff in Frankreich erst 1977 reglementiert. 1997 erließ die französische Regierung ein Asbestverbot. Wissenschaftlern zufolge sind zwischen zehn und 20 Prozent der Lungenkrebs-Erkrankungen in Frankreich auf den Kontakt mit Asbest zurückzuführen. © afp/aerzteblatt.de

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