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Ärzteschaft

Bundesärztekammer fordert Assessment vor dem Medizinstudium

Freitag, 24. Mai 2013

Berlin – Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, fordert ein umfassendes Eignungs- und Zulassungsverfahren vor dem Medizinstudium. Die Abiturnote allein sei kein geeignetes Auswahlverfahren für Medizinstudierende meint auch die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd).

„Wir brauchen vielmehr Assessment-Center, in denen die Anwärter nach Eignung ausgesucht werden können“, sagte der BÄK-Präsident in einem Interview mit der Rheinischen Post. Ein solches Testverfahren würde einmalig pro Bewerber rund 1.000 Euro kosten. Angesichts der Kosten eines Studiums von mehr als 200.000 Euro sei dies eine sinnvolle Investition.

Wenn nur Kandidaten mit 1,0er Abitur Medizin studierten „dann haben wir viele tolle Leute, die in der Wissenschaft und an Uni-Kliniken arbeiten wollen. Die Gefahr ist aber da, dass wir nicht genug Leute haben, die bereit sind, als Landarzt zu arbeiten“, so Montgomery.

Die bvmd forderte zusätzlich die vorgeschlagenen Assessmentcenter wissenschaftlich zu evaluieren, um die Objektivität, Reliabilität und Validität der Verfahren zu gewährleisten. Wichtig sei, dass das Verfahren transparent und sozial gerecht sei.

Die Kritik an der Abiturdurchschnittsnote als alleiniges Auswahlkriterium sei richtig. Jedoch sei es nicht hilfreich, die Abiturdurchschnittsnote pauschal zu verurteilen, da es in der wissenschaftlichen Literatur unterschiedliche Ergebnisse zur Voraussagekraft der Abiturdurchschnittsnote für den Erfolg des Studiums gebe. © hil/aerzteblatt.de

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