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Ärzteschaft

Kampagne will Ärzte für die Substitutions­therapie gewinnen

Freitag, 24. Mai 2013

Wiesbaden – Die neue „Initiative Substitutionstherapie“ möchte Ärzte für die Substi­tutions­therapie von Opiatabhängigen. Die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS), die Deutsche AIDS-Hilfe und der Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit (akzept) leiten die Initiative, sie werden unterstützt von der Bundes­ärzte­kammer, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, sowie Gesundheitspolitikern aller im Bundestag vertretenen Parteien.

„Für opiatabhängige Menschen gibt es mit der Substitutionstherapie eine effizienzbasierte erfolgreiche Behandlungsform“, hieß es von den Initiatoren. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Patienten auf 75.400 angestiegen. Der Bedarf wachse weiter, aber die Zahl behandelnder Ärzte stagniere, so dass ein Versorgungsengpass drohe.

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„Wir wollen mit dieser vernetzten Initiative über die nachweislichen Erfolge der Substitutionstherapie aufklären“, sagte Markus Backmund, Vorstandsvorsitzender der DGS. Es gehe aber auch darum, alle im Suchthilfesystem Tätigen enger miteinander zu verbinden. „Dazu bauen wir ein Mentoren-Netzwerk auf, damit die neuen Kollegen von Anfang an gut eingebunden sind und auf sicherem Boden einen medizinischen und auch gesellschaftlich wichtigen Beitrag leisten können“, erläuterte Backmund.

Neben dem Mentorenprogramm umfasst die Kampagne:

  •  eine Webseite www.bitte-substituieren-sie.de
  • Anzeigen in medizinischen Fachzeitschriften
  • Briefmailings an niedergelassene Haus- und Fachärzte
  • ein Starterpaket mit wichtigen Informationen und praktischen Hilfen für die Praxisarbeit.

„Wir wollen aufzeigen, dass diese Arbeit so erfolgreich und befriedigend sein kann wie kaum eine andere somatisch-medizinische Behandlung“, betonte Backmund.   hil

© hil/aerzteblatt.de

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