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Ärzteschaft

Hausärzteverband begrüßt Trennung der haus- und fachärztlichen Vergütung

Montag, 27. Mai 2013

Hannover – Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, hat es heute in Hannover begrüßt, dass sich die Honorare der Haus- und Fachärzte künftig getrennt weiterentwickeln. Das hatte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung am Vorabend beschlossen. „Hier wurde ein guter Kompro­miss gefunden“, erklärte Weigeldt. Kritik übte er dagegen an den Vorschlägen für einen neuen Hausarzt-EBM. Solange es keine belastbaren Simulationsberechnungen gebe, dürften keine Entscheidungen getroffen werden.

Weigeldt sprach auch die geplante Reform der fachärztlichen Weiterbildung an, mit der sich der Deutsche Ärztetag befassen wird, der morgen in Hannover beginnt. Die Weiterbildungsgremien der Bundes­ärzte­kammer plädieren dafür, die Weiterbildung künftig mehr über Inhalte und Kompetenzen zu definieren statt, wie bisher, über Zeiten und Richtzahlen. Die geplanten vier Kompetenzebenen bildeten die Breite von grund­versorgenden Fächern wie der Allgemeinmedizin jedoch nicht ab, kritisierte Weigeldt. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich die Zuteilung zu einer bestimmten Ebene negativ auf das Honorar auswirke. „Wir müssen über diese grundlegende Struktur erneut diskutieren“, forderte Weigeldt.

Positiv wertete er hingegen, dass sich die KBV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung für eine gesonderte Förderung der ambulanten Weiterbildung aus dem Gesundheitsfonds ausgesprochen hat. „Endlich wird anerkannt, dass die fachärztliche Weiterbildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands.

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In der Frage einer nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitssystems wollte er sich jedoch nicht positionieren. Das Thema steht ebenfalls auf der Tagesordnung des Deutschen Ärztetags. Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer wird den Delegierten einen Beschlussantrag vorlegen, der sich klar für den Erhalt des Systems aus gesetzlicher und privater Kran­ken­ver­siche­rung ausspricht.

Die Hausärzte könnten mit diesem dualen System gut leben, sagte Weigeldt. Sie kämen aber auch mit einer Bürgerversicherung zurecht, ergänzte Hauptgeschäftsführer Eberhard Mehl. „Wir haben in beiden Systemen gute Möglichkeiten. Eine Positionierung halte ich nicht für klug.“ © HK/aerzteblatt.de

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