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Vermischtes

Genanalyse hilft bei der Aufdeckung von Cannabis-Handels­routen

Dienstag, 28. Mai 2013

dpa

Münster – Ein molekulargenetisches Untersuchungsverfahren für Cannabis-Pflanzen haben Forscher der Universität Münster unter der Leitung von Stephan Köhnemann vom Institut für Rechtsmedizin entwickelt. Es hilft den Ermittlungsbehörden Cannabis-Handelsrouten aufzudecken und Marihuana-Funde der jeweiligen Anbauplantage zuzuordnen.

„Die Cannabis-Pflanze wird durch Samen oder Stecklinge gezüchtet – dabei sind alle Pflanzen, die von einer Mutterpflanze durch Stecklingsvermehrung herangezogen wer­den, genetisch identisch“, erläutert Köhnemann. Mit der neuen Analysemethode sei es zum Beispiel möglich, die Wurzelreste einer Plantage, die auch von legalen Kultur­pflan­zen stammen könnten, einem Marihuanafund zuzuordnen, berichtet er.

Die molekulargenetischen Befunde von Pflanzenteilen geben der Polizei einen wichtigen Herkunftshinweis, zum Beispiel, ob Drogenmaterial von einer bestimmten Cannabis­plan­tage stammen kann oder nicht. „Außerdem könnte durch den Nachweis von Klonen an mehreren Tatorten in Deutschland auch auf Verbindungen zwischen Plantagen und etwaige Verkaufswege geschlossen werden“, schildert Köhnemann. © hil/aerzteblatt.de

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