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MFT kämpft für Erhalt der Universitätsmedizin in Sachsen-Anhalt

Freitag, 31. Mai 2013

dpa

Halle/Saale – Der MFT setzt sich vehement für den Erhalt der Medizinischen Fakultät in Halle und auch in Magdeburg ein. Auf der dem 74. Ordentlichen Medizinische Fakultätentag (MFT) forderte er in einer Resolution, die Universitätsmedizin in Halle und Magdeburg „zumindest auf dem aktuellen Niveau der Finanzausstattung zu erhalten und eigen­ständige Entwicklungskonzepte vor Ort zu ermöglichen“.

Für den Erhalt der Universitätsmedizin an beiden Standorten in Sachsen-Anhalt sprechen dem MFT zufolge neben der 500-jährigen Tradition die erfolgreichen lokalen Entwicklungsprofile in Forschung, Lehre und Krankenversorgung sowie der erzielte gesellschaftliche und wirtschaftliche Mehrwert.

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„In Zeiten der Gründung neuer Medizinischer Fakultäten muss der Abbau von Studien­plätzen – oder gar die Schließung einer ganzen Universitätsmedizin – Tabu sein. Hier ist in erster Linie die Landesregierung in der Pflicht. Die Sicherstellung einer hochwertigen ärztlichen Versorgung ist aber auch eine gesamtstaatliche Aufgabe“, erklärte der MFT-Präsident  Heyo Kroemer in seiner Eröffnungsrede.

Verhaltender Optimismus
Der Dekan der Medizinischen Fakultät in Halle, Michael Gekle, zeigte sich jedoch angesichts der derzeit laufenden Beratungen der Landesregierung Sachsen-Anhalt über den Haushalt der nächsten Jahre verhalten optimistisch:  „Die rund 500-jährige Geschichte unseres hochschulmedizinischen Standortes hat schon so manche Krise überstehen müssen. Vor dem Hintergrund der geplanten Mittelkürzungen des Landes Sachsen-Anhalt freue ich mich daher ganz besonders über die hohe internationale Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, unsere leistungsfähige Forschung und moderne Ärzteausbildung auch den Gästen aus der Schweiz, Österreich und den Niederlanden vorstellen zu können.“

„Der MFT kommt zur rechten Zeit nach Halle“, betonte auch Udo Sträter, Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die jüngsten Aussagen der Landesregierung, die eher für einen Erhalt der Universitätsmedizin trotz angezeigter Sparmaßnahmen sprechen, seien noch nicht belastbar.  „Wir schauen deshalb auf den Bund“.

Keine klare Aussage der Bun­des­for­schungs­minis­terin
Doch klare Zusagen gab es auch von Bun­des­for­schungs­minis­terin Johanna Wanka nicht, die selbst jahrelang an der Universität Hall gelehrt hatte. „Es war richtig, dass der Bund vor einigen Jahren den Erhalt der Universitätsmedizin in Lübeck ermöglicht hat“, sagte sie. „Aber eigentlich kann es das nicht sein.“

Den MFT forderte Wanka auf, seine Vorstellungen von einer Wissenschaftslandschaft 2020 zu artikulieren. „Der MFT sollte nicht reagieren, sondern für diese Zeit aktiv strategisch vorzudenken“, rief sie den Dekanen der Medizinischen Fakultäten Deutschland zu. © ER/aerzteblatt.de

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