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Ärzteschaft

MFT fordert Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Hochschulmedizin

Freitag, 31. Mai 2013

Halle – In einer heute verabschiedeten Resolution empfiehlt der 74. Ordentliche Medizinischen Fakultätentag (MFT) zur Sicherung des medizinisch-technischen Fortschritts sowie der Versorgung der Bevölkerung eine dritte Finanzierungssäule für die Hochschulmedizin einzuführen.

„Wir brauchen die Beteiligung des Bundes“, erklärte MFT-Präsident Heyo Kroemer. Angesichts der Sparzwänge der Länder sei es nicht länger möglich, dem Wettbewerb standzuhalten, während die Mittel für Forschung und Lehre für außeruniversitäre Einrichtungen kontinuierlich erhöht würden.

Rüdiger Strehl, Generalsekretär des Verbands der Universitätsklinika in Deutschland (VUD), verwies auf die spezifischen Charakteristika der Hochschulmedizin: So bildeten die Universitätskliniken zum Beispiel nahezu alle künftigen Ärztinnen und Ärzte aus, auch die Weiterbildung erfolge häufig an Universitätskliniken. Zusätzliche finanzielle Mittel würden ferner für Hochschulambulanzen, Innovationszentren, das Vorhalten einer leistungsfähigen Notfallversorgung und die Therapie von Seltenen Erkrankungen benötigt.

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Strehl wies darauf hin, dass es in verschiedenen Staaten eine gesonderte Finanzierungssäule für die Universitätsmedizin gäbe, nicht jedoch in Deutschland. Stattdessen erfolgt die Finanzierung der Krankenhäuser dual: Die Länder tragen die Investitionskosten, die Krankenkassen zahlen über Fallpauschalen. „Das Bundes­gesundheitsministerium behandelt die Universitätskliniken wie andere Krankenhäuser und des Bun­des­for­schungs­minis­terium hält sich raus und forciert Helmholtz“, kritisierte Strehl. „Der Bund muss endlich einen Zuschlag für die Hochschulmedizin schaffen.“

Unterstützung erhielt der MFT bei diesem Anliegen von Doris Ahnen, Vorsitzende der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz. „Die Universitätsmedizin hat Spezifika, die auch bei der Finanzierung abgebildet werden müssen“, sagte sie. Auch die Vorsitzende der Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz, Anita Tack, räumte vor dem 74. Ordentlichen MFT ein, dass die derzeitige Finanzierung unzureichend   sei. „Wir brauchen eine Finanzreform, bei der die Maximalversorger besser berücksichtigt werden“, sagte sie. © ER/aerzteblatt.de

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