NewsÄrzteschaftHochwasser in Deutschland: Vom Umgang mit beschädigten Patientenakten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Hochwasser in Deutschland: Vom Umgang mit beschädigten Patientenakten

Dienstag, 4. Juni 2013

dpa

Dresden – Über den Umgang mit Patientenakten, die das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen hat, informiert die Sächsische Lan­des­ärz­te­kam­mer. Danach sollten Ärzte bei „nassen oder verschlammten Unterlagen“ zunächst prüfen, ob es nicht doch lohnt, sie aufzubewahren. Sofern sie tatsächlich nicht mehr verwendbar seien, sollten Ärzte dies ausreichend dokumentieren, zum Beispiel mit Fotos und mittels Zeugen. „Wir empfehlen auch, die Berufshaftpflichtversicherung über die Umstände zu informieren“, hieß es aus der Kammer.

Eine Entsorgung dieser Patientenunterlagen könne trotz eines Wasserschadens „nur die letzte Konsequenz sein“. Ärzte sollten die Unterlagen dafür an ein Fachunternehmen übergeben. Sie müssten dafür Sorge tragen, dass die Vernichtung der Patienten­unterlagen datenschutzgerecht erfolge, so die Kammer.

Anzeige

Nach einem Bericht von Spiegel Online sind wegen des Hochwassers die ersten Elbbrücken in Dresden gesperrt worden. Dennoch rechne die Landesregierung nicht mit einer Überflutung wie vor elf Jahren. „Bilder wie 2002 von einer überschwemmten Dresdner Altstadt wird es aller Voraussicht nach nicht geben“ zitiert das Online-Portal den Sächsischen Katastrophenstab. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 15. Juni 2013, 12:55

"Ei verbibbsch nochema"! (Verdammt nochmal!)

Was ist die Sächsische Landesärztekammer (LÄKS) bei der Flutkatastrophe doch eine ungefragt große bürokratische Hilfe? Demnach sollten Ärzte bei „nassen oder verschlammten Unterlagen“ zunächst prüfen, ob es nicht doch lohnt, sie aufzubewahren. Sofern sie tatsächlich nicht mehr verwendbar seien, sollten Ärzte dies ausreichend dokumentieren, zum Beispiel mit Fotos und mittels Zeugen. „Wir empfehlen auch, die Berufshaftpflichtversicherung über die Umstände zu informieren“, hieß es aus der Kammer. Dieser Tipp ist besonders 'hilfreich' für die Kolleginnen und Kollegen, denen gerade Hab und Gut samt Praxis wegschwimmen. Eine Entsorgung dieser Patientenunterlagen könne lt. LÄKS trotz eines Wasserschadens „nur die letzte Konsequenz sein“. Ärzte sollten die Unterlagen dafür an ein Fachunternehmen übergeben. Sie müssten dafür Sorge tragen, dass die Vernichtung der Patientenunterlagen datenschutzgerecht erfolge, so die Landesärztekammer.
http://www.slaek.de/media/dokumente/2013/Beschaedigte_Patientenakten.pdf

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Patienten-Unterlagen und -Akten, die definitiv zerstört, unkenntlich und unleserlich sind, bedürfen bei ihrer Entsorgung dennoch einer datenschutzrechtlichen Beaufsichtigung. Statt dass freundliche Mitarbeiter/-innen der LÄKS s e l b s t die Sache in die Hand nehmen würden und mit ihren e i g e n e n Aktenschreddern den Flutopfern helfen könnten, sollen diese auch noch zusätzlich Entsorgungsunternehmen bezahlen. Hilft man so seinen eigenen Mitgliedern in der Not, von deren Beiträgen man finanziert wird?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER