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Politik

Elektronischer Heilberufsausweis: Pilotprojekt mit 1.000 Physiotherapeuten

Dienstag, 4. Juni 2013

Bochum ­– Die Ausgabe der ersten 1.000 elektronischen Heilberufsausweise (eHBA) an Gesundheitsfachberufe hat begonnen. Teilnehmer  an dem Pilotprojekt sind zunächst  die Therapeuten des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK). „Wir sind stolz, dass die Physiotherapie diesen wichtigen Meilenstein für die Telematik­einführung ins deutsche Gesundheitswesen setzt und wir den Prozess von Anfang an begleiten“, erklärte der stellvertretende IFK-Vorsitzende Rick de Vries, der den ersten Ausweis in Empfang nahm.

Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) ist das Gegenstück zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) für gesetzlich Krankenversicherte. Damit Therapeuten auf die Daten der eGK auch Zugriff haben, benötigen sie einen elektronischen Berufsausweis, der sie dazu legitimiert. Der eHBA als Sichtausweis mit Lichtbild umfasst nicht nur die Identität des Therapeuten, sondern ermöglicht auch die Nutzung einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur. Ausgegeben wird der Heilberufsausweis künftig vom elektronischen Gesundheitsberuferegister (eGBR), das seinen Sitz am nordrhein-westfälischen Gesundheitscampus in Bochum hat.

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Das Pilotprojekt „elektronischer Heilberufsausweis“ führt die ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin im Gesundheitswesen GmbH durch. Weitere Projektpartner sind der französische Atos-Konzern und die Firmengruppe opta data. Ziel ist es, die Ausgabeprozesse des eGBR und mögliche Anwendungsszenarien zu testen und bis zum bundesweiten Einsatz weiterzuentwickeln.

Aufbauend auf den Erfahrungen ist geplant, sukzessive weitere Berufsgruppen mit elektronischen Berufsausweisen auszustatten. Insgesamt sollen bundesweit bis zu zwei Millionen Berufsausweise an die Angehörigen der 40 nicht verkammerten Gesundheitsfachberufe ausgegeben werden. Die Ausgabe der restlichen Heilberufsausweise organisieren die Heilberufekammern.

Mit der Teilnahme am eHBA-Pilotprojekt können sich die Physiotherapeuten nicht nur nach außen als Berufsangehörige ausweisen, sondern die künftige elektronische Ausrichtung im Gesundheitswesen begleiten, sich bereits mit dem System vertraut machen und zu dessen Weiterentwicklung beitragen. Den Antrag zur Anmeldung eines Pilot-eHBA können IFK-Mitglieder über den MItgliederservice im Internet stellen. © KBr/aerzteblatt.de

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