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Medizin

England: Neue Pence-Münzen fördern Nickelallergie

Dienstag, 4. Juni 2013

Stockholm – Die Entscheidung der Britischen Regierung, die 5 und 10 Cent-Münzen künftig aus einer Stahl-Nickel-Legierung zu fertigen statt aus dem tradionellen Kupfernickel, ist eine schlechte Nachricht für alle Kontaktallergiker. Eine Studie in Contact Dermatitis (2013; 68: 323–330) zeigt, dass die neuen Münzen viermal mehr Nickel freisetzen.

Nickel ist das häufigste Kontaktallergen. Das Metall ist nicht nur in Modeschmuck, Gürtelschnallen oder in Brillengestellen enthalten, sondern auch in Geldmünzen. Anneli Julander vom Karolinska Institut in Stockholm hat die Nickelkonzentration auf der Haut von sechs Probanden untersucht, die über eine Stunde die alten und neuen Münzen in den Händen gehalten hatten.

Mit 7,5 µg/cm2 war die Nickelexposition viermal größer, wenn die Probanden den neuen Stahl-Nickel-Münzen ausgesetzt waren. Die neuen kostengünstigen Münzen setzten in weiteren Experimenten unter Einwirkung von künstlichem Schweiß mehr Nickel frei. Die größte Menge werde gleich nach dem Anfassen der Münzen übertragen, schreibt Julander, die damit rechnet, dass die Zahl der Nickelallergien in Großbritannien zunehmen wird. In Schweden habe die Zentralbank jüngst beschlossen, den Nickelgehalt der Münzen zu senken. © rme/aerzteblatt.de

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