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Babynahrung: EU verschärft Regeln zu Kennzeichnungs­vorschriften

Dienstag, 11. Juni 2013

dpa

Straßburg – Die Vorschriften zur Kennzeichnung und zum Inhalt von Lebensmitteln für Babys und Menschen mit Gesundheitsproblemen wie Allergien werden in der EU verschärft. Eine entsprechende Verordnung hat das Europaparlament heute unter Dach und Fach gebracht. Es handelt sich um einen Kompromiss, der zuvor mit den EU-Staaten ausgehandelt wurde. Somit kann die Neuregelung innerhalb weniger Wochen in Kraft treten – nach Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt. Für bereits produzierte Lebensmittel gelten Übergangsregelungen.  

Die Neuregelung untersagt künftig eine „idealisierende“ Werbung für Milchpulver – etwa in Form von niedlichen Babyfotos. Dadurch solle verhindert werden, dass Mütter zum Verzicht aufs Stillen und zum Kauf von Muttermilchersatz animiert werden, erläuterte die CDU-Abgeordnete Renate Sommer.

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Zur Verordnung gehört eine Positivliste von Zutaten, die in Nahrungsmitteln für Babys bis zu einem Jahr zugelassen sind. Pestizide sollen „auf ein Mindestmaß“ reduziert werden. Die Forderung der Grünen, giftige Pestizide ganz aus Babykost zu verbannen, fand weder im Rat, in dem die 27 EU-Staaten vertreten sind, noch im Europaparlament eine Mehrheit.  

Strenger geregelt wird auch die Definition von Diätnahrung. Künftig fallen unter diesen Begriff nur noch Lebensmittel für eine extrem kalorienarme Ernährung, die Ärzte krankhaft übergewichtigen Patienten verschreiben. Dagegen dürfen etwa Müsliriegel oder Drinks zum Abnehmen nicht mehr als „Diät“ beworben werden, wie dies derzeit noch in einigen EU-Staaten der Fall ist.  

Sogenannte Wachstumsmilch für Kinder von einem bis drei Jahren soll die EU-Kommission näher unter die Lupe nehmen. Dazu muss die Brüsseler Behörde einen Bericht über die Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern vorlegen. Eine Reihe dieser Milchprodukte habe keinen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Kleinkindern und sei sogar schädlich, betonte die Ko-Vorsitzende der Grünen, die Deutsche Rebecca Harms. Nun werde dieses Problem endlich in Angriff genommen. © afp/aerzteblatt.de

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