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Ärzteschaft

Fallzahlen in Hamburgs Krankenhäusern gestiegen

Mittwoch, 12. Juni 2013

Hamburg – In Hamburgs Krankenhäusern sind 2012 mehr Menschen behandelt worden als im Vorjahr. Die Fallzahl habe geringfügig um 2,2 Prozent auf 467.413 zugenommen, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) heute beim Hamburger Krankenhaustag. Vor allem in der Psychotherapie und der Psychiatrie sei der Anstieg gebremst worden.

Die steigende Fallzahl sei auch auf ein deutliches Plus bei der Geburtenzahl im vergangenen Jahr zurückzuführen, erklärte Prüfer-Storcks. In Hamburg seien mehr als 21.000 Kinder auf die Welt gebracht worden, fast fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Verweildauer – also die Zeit, die ein Patient stationär in einer Klinik behandelt wird – blieb laut Prüfer-Storcks 2012 konstant bei 7,9 Tagen. 2010 seien es noch 8,1 Tage gewesen.

Auf dem Hamburger Krankenhaustag beschäftigen sich Experten in diesem Jahr mit dem Thema „Krankenhausplanung - Chancen, Risiken und Nebenwirkungen“. Die Senatorin betonte, Qualitätskriterien sollten hier stärker einbezogen werden. Die Krankenhaus­planung der Länder sollte fortentwickelt werden zu einer integrierten Versorgungs­planung – „von der Bettenplanung zu einer Struktur- und Leistungsplanung“. „Qualität muss dabei das vorrangige Steuerungskriterium sein.“

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Krankenhäuser müssen sich mehr auf Demenzkranke einstellen
Prüfer-Storcks rief die Krankenhäuser dazu auf, sich stärker auf den Umgang mit Menschen mit Demenz einzustellen. Gerade für ältere Patienten sei eine andere Versorgung nötig: „Wir müssen dringend die Trennung zwischen ambulanter und stationärer Medizin aufbrechen, und wir müssen Pflegemedizin und Reha sehr viel enger zusammenbringen.“ Auf die Zunahme psychischer Erkrankungen solle nicht nur mit einem Aufbau von Kapazitäten reagiert werden, sondern auch mit einem Umbau.

Zum Thema Fachkräftemangel sagte die Senatorin, man müsse mit der „Ressource Fachkraft“ so schonend wie möglich umgehen – und viel tun für die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten. Als Beispiele nannte sie Aus- und Fortbildung, betriebliche Gesund­heits­förder­ung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch gute Arbeits­bedingungen und gute Bezahlung. „Ich glaube, dass wir gerade in den Krankenhäusern den Weg einer weiteren Arbeitsverdichtung nicht gehen können“, erklärte Prüfer-Storcks. © dpa/aerzteblatt.de

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