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Hochschulen

Hochschulen sollen Zulassungssystem selbst finanzieren

Mittwoch, 12. Juni 2013

dpa

Berlin – Das neue zentrale Studienzulassungssystem für Numerus-clausus-Fächer via Internet soll nur noch in diesem und im nächsten Jahr vollständig von den Ländern finanziert werden. Dies wollen die Ministerpräsidenten der Länder morgen in Berlin beschließen. Ab 2015 sollen sich die Hochschulen an den Kosten beteiligen. Spätestens ab 2018 müsse dann die Vollfinanzierung der Stiftung „hochschulstart.de“ durch die teilnehmenden Universitäten und Fachhochschulen erfolgen. Die Beschlussvorlage der Ministerpräsidentenkonferenz liegt der Nachrichtenagentur dpa vor.

Die in Dortmund ansässige Stiftung „hochschulstart.de“ hat mit ihrem „Dialogorientierten Serviceverfahren“ die Arbeit der ehemaligen Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen abgelöst. Das neue System leidet aber unter erheblichen Startschwierig­keiten, da die meisten Hochschulen nicht über eine so moderne Computertechnik verfügen, um mit dem zentralen Computer zu kommunizieren. Auch wehren sich die Hochschulen gegen die Übernahme der Kosten, wie dies im Staatsvertrag der Länder zur Studienzulassung vorgesehen ist.

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Das neue Verfahren wird zurzeit nur von rund 50 der 271 staatlichen Hochschulen genutzt. Seit Jahren bleiben wegen Fehlens eines koordinierten Nachrückverfahrens bei der Studienzulassung laut Schätzungen regelmäßig rund 20.000 Studienplätze in begehrten NC-Mangelfächern unbesetzt. Dadurch entsteht den Ländern ein Schaden von gut einer halben Milliarde Euro pro Jahr. Die Kosten für einen Studienplatz werden derzeit im Schnitt mit 26.000 Euro pro Jahr beziffert. © hil/aerzteblatt.de

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