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Bilanz: Licht und Schatten bei der Rhön-Klinikum AG

Mittwoch, 12. Juni 2013

dpa

Frankfurt/M. – Obwohl die Rhön-Klinikum AG 2012 mit rund 2,5 Millionen Patienten einen Zuwachs von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen konnte, sank der opera­tive Gewinn um fast 14 Prozent verglichen mit 2011. Das sei nicht zufriedenstellend und biete genug Ansporn, das Unternehmen wieder in die Ergebnisbereiche zu führen, in denen es vor einigen Jahren bereits war, sagte Vorstandsvorsitzender Martin Siebert heute bei der Haupt­ver­samm­lung des Unternehmens in Frankfurt.

Insgesamt erwirtschaftete der Klinikkonzern 2012 mit seinen mehr als 43.000 Mitarbei­tern einen Gewinn von 92 Millionen Euro, das Ergebnis vor Abzug von Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei 291,5 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im gleichen Zeitraum um neun Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. „Die Patienten und die einweisenden niedergelassenen Ärzte vertrauen uns und unseren Leistungen“, kommentierte Siebert.

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"Wir müssen etwas tun"
Doch während die Leistungs‐ und Umsatzentwicklung dieses Vertrauen reflektiere, schlage es sich nicht in gleicher Weise im Ergebnis des Unternehmens nieder. „Wir müssen uns daher etwas einfallen lassen, wir müssen etwas tun“, forderte deshalb der Vorstandsvorsitzende.

Der Manager will den Konzern daher in den nächsten Jahren umbauen. „Es geht uns in erster Linie um den notwendigen Schritt von einem bisher mehr dezentral ausgerichteten Klinikbetreiber hin zu einem integrierten Gesundheitsunternehmen mit eng verzahnten, effizienten und standortübergreifenden medizinischen Leistungsangeboten“, erklärte Siebert.

Patienten- und Einweiserbindung
Den Weg dahin sollen eine konzernweite Medizinstrategie, eine intensivierte Patienten‐ und Einweiserbindung sowie ein strukturierter standortübergreifender Austausch von Wissen, Kompetenzen und Technologien über alle Tätigkeitsbereiche ebnen. Investi­tionen im Umfang von rund einer Milliarde Euro in den kommenden fünf Jahren sollen zudem die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Ziel ist eine deutliche Verbesserung der medizinischen und wirtschaftlichen Ergebnisse bis Ende 2015.

„Durch medizinische Exzellenz, optimierte Organisation und effizienten Ressourcen­einsatz wollen wir weitere Marktanteile gewinnen, unsere Wettbewerbsposition verbessern und unser organisches Wachstum über den Marktdurchschnitt heben“, so der Konzernchef.

Die Großaktionäre stritten sich auf der Haupt­ver­samm­lung um die Regeln für die Sperrminorität. Rhön-Gründer Eugen Münch sprach sich heute in Frankfurt dafür aus, die einst von ihm selbst entworfene 90-Prozent-Hürde abzuschaffen. Münch, der 12,5 Prozent der Aktien hält, unterstützte damit einen Vorschlag des Pensionsfonds Alecta zur Änderung der Satzung.

Widerstand wird allerdings von mehreren anderen Großaktionären wie Asklepios, Sana und B.Braun erwartet. Sie hatten im vergangenen Jahr Aktienpakete erworben und damit eine Komplettübernahme Rhöns durch den Fresenius-Konzern verhindert. © hil/aerzteblatt.de

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