Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Niederlande legalisieren Sterbehilfe bei todkranken Babys

Donnerstag, 13. Juni 2013

Utrecht – Niederländische Ärzte dürfen den Sterbeprozess totkranker Babys beschleu­nigen, um ihnen unnötige Qualen zu ersparen. Das hat die Ärzteorganisation KNMG in einem gestern veröffentlichten Bericht festgelegt. Demnach ist es Medizinern erlaubt, die Behandlung Neugeborener mit geringer Lebenserwartung einzustellen und den Tod durch die Gabe von Muskelrelaxanzien aktiv herbeizuführen.  

In den Niederlanden wird diese Vorgehensweise bereits seit Jahren praktiziert und hat in der Vergangenheit  bei Kinderärzten und Juristen zu kontroversen Diskussionen geführt. Der nun vorgelegte Bericht legalisiert die Praxis und schreibt erstmals Regelungen zur Sterbehilfe bei todkranken Babys fest.

Um maximale Transparenz sicherzustellen, müssen entsprechende Fälle deshalb zukünftig einer eigens dafür eingerichteten Kommission gemeldet werden. Darüber hinaus soll der Leitfaden aber auch betroffenen Eltern helfen, die Entscheidung des Arztes nachzuvollziehen.

Von den jährlich rund 175.000 niederländischen Neugeborenen, sterben etwa 650, von denen die Hälfte Frühgeburten ohne reelle Lebenserwartungen sind. Die andere Hälfte sind Kinder mit schweren Anomalien, beispielsweise der Lungen, des Herzens oder des Gehirns. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.11.17
Bundesärztekammer und heiliger Stuhl bei Fragen zum Lebensende weitgehend einig
Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und der heilige Stuhl vertreten bei Fragen zum Lebensende weitgehend übereinstimmende Positionen. Das berichtet der BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery nach......
16.11.17
Schweizer Privatsender werben für Sterbehilfe
Zürich – Das Schweizer Privatfernsehen strahlt bis 25. November fünf Werbeclips für Sterbehilfe aus. Das teilte die Sterbehilfeorganisation „Exit“ heute auf Anfrage des Portals kath.ch mit. Zu den......
14.11.17
Konferenz zu Fragen des Lebensendes im Vatikan
Berlin – Eine Konferenz zu Fragen der Sterbehilfe und des ärztlich assistierten Suizids veranstaltet die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) gemeinsam mit dem Weltärztebund (World Medical Association, WMA) und......
09.11.17
Sterbehilfeurteil: Staatsanwaltschaft legt Revision ein
Hamburg – Nach dem Freispruch eines Arztes in einem Sterbehilfeprozess vor dem Landgericht Hamburg hat die Staatsanwaltschaft Revision gegen das Urteil eingelegt. „Wir halten den rechtlichen......
08.11.17
Arzt im Hamburger Sterbehilfeprozess freigesprochen
Hamburg – Im Prozess um Suizidbeihilfe für zwei über 80-jährige Frauen hat das Landgericht Hamburg den Mediziner und Psychiater Johann Friedrich S. (75) nach fünfjähriger Verfahrensdauer......
07.11.17
Landgericht Hamburg spricht Urteil gegen Sterbehilfe-Arzt
Hamburg – Im Prozess um Suizidbeihilfe für zwei über 80-jährige Frauen vor dem Landgericht Hamburg wird nach Angaben eines Gerichtssprechers für morgen ein Urteil erwartet (Az.: 619KLs7/16). Angeklagt......
03.11.17
Sterbehilfeprozess: Sieben Jahre Haft wegen Totschlags gefordert
Hamburg – Im Hamburger Prozess um die Sterbehilfe für zwei Seniorinnen hat die Staatsanwaltschaft heute sieben Jahre Haft für den angeklagten 75 Jahre alten Arzt gefordert. „Es liegt kein Fall der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige