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Vermischtes

Deutschland leidet unter ungenügender Blutspende­bereitschaft

Donnerstag, 13. Juni 2013

dpa

Berlin/Genf/Saarbrücken – Anlässlich des morgigen Weltblutspendetages haben Krankenhäuser, Ärztevertreter, Blutspendedienste sowie die Weltgesundheits­organisation (WHO) die Bevölkerung dazu aufgerufen, mehr Blut zu spenden. Gerade in der nahenden Sommerferienzeit werden Blutspenden erfahrungsgemäß regelmäßig knapp.

Doch auch außerhalb der Ferien gibt es zu wenig Spender. Lediglich 15,8 Prozent gaben in einer Umfrage der Gesellschaft für Kosumforschung (GfK) im Auftrag der „Apotheken Umschau“ an, mindestens einmal im Jahr zur Blutspende zu gehen. Nach Angaben der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) spenden bundesweit sogar lediglich fünf Prozent der Bevölkerung Blut. „Das ist zu wenig und führt immer wieder zu Engpässen in der Versorgung“, warnte die Kammer. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) unterstützt die BÄK den Aufruf nach verstärkter freiwilliger und unentgeltlicher Blutspende als „Akt der gelebten Solidarität“.

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Die Bedeutung der Blutspende ist in Deutschland grundsätzlich bekannt: So zeigte sich laut GfK-Umfrage der Großteil der Befragten über den Mangel an Blutspendern und dem damit verbundenen Defizit an vorhandenem Spenderblut besorgt. Über die Hälfte (54,5 Prozent) waren der Meinung, dass jeder gesunde Erwachsene mindestens einmal im Jahr zur Blutspende gehen sollte.

Offenbar hapert es jedoch an der Umsetzung. So kann die Bundesrepublik laut Angaben der WHO ihren Bedarf an Blutmengen bislang nicht zu hundert Prozent aus unbezahlten Spenden decken. Regelmäßige freiwillige Spender sind der WHO zufolge jedoch die sicherste Quelle für Blut, da bei ihnen erfahrungsgemäß seltener als im kommerziellen Bereich durch Blut übertragbare Krankheitserreger festgestellt werden. Bis 2020 will die WHO in allen Staaten der Welt eine hundertprozentige Bereitstellung der benötigten Blutmengen durch unbezahlte Spenden verwirklichen, bislang haben 60 Länder dieses Ziel erreicht.

Im Saarland ist man davon noch weit entfernt. Das Bundesland muss immer wieder Blut importieren, da die eigenen Blutspenden den Bedarf nicht decken. Deshalb bringen Ge­sund­heits­mi­nis­terium und  Blutspendedienste morgen das Blutspende-Bündnis Saarland an den Start. Es soll im Rahmen einer gemeinsamen Kampagne die Bereitschaft zur Blutspende stärken. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #649618
campesino
am Donnerstag, 13. Juni 2013, 19:16

Es würden sich leicht mehr Blutspender_innen finden lassen.

Würde die Diskriminierung und Stigmatisierung Homosexueller durch den Ausschluss bei der Blutspende beendet, würden umgehend 10% mehr Blutspender_innen zur Verfügung stehen.
LNS
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