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Springer Science wird an BC Partners verkauft – doch kein Börsengang

Mittwoch, 19. Juni 2013

Berlin – Der Wissenschaftsverlag Springer Science+Business Media geht nach zähen Verhandlungen nun doch erneut an einen Finanzinvestor. Die britische Beteiligungs­gesellschaft BC Partners greift nach der zwischenzeitlichen Ankündigung eines Börsengangs des renommierten Fachverlags schließlich doch noch für rund 3,3 Milliarden Euro zu, wie die beteiligten Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Verkäufer sind der schwedische Finanzinvestor EQT sowie der singapurische Staatsfonds GIC.

In der vergangenen Woche waren die Beteiligten im Streit über den Verkaufspreis ohne Lösung auseinander gegangen, EQT hatte daraufhin am Freitag mitgeteilt, sich aus­schließlich auf einen Börsengang zu konzentrieren. Dem Vernehmen nach haben sich die Unternehmen nun in der Mitte getroffen. EQT hatte Medienberichten zufolge ursprüng­lich einen Verkaufspreis von 3,5 Milliarden Euro ins Auge gefasst, BC Partners wollte wohl nur 3,1 Milliarden Euro hinblättern.

„BC Partners hat ein verbessertes und sehr attraktives Angebot für unser Unternehmen gemacht”, sagte Springer-Science-Vorstandschef Derk Haank. Der Verkaufspreis enthält auch eine erfolgsabhängige Komponente, durch die EQT weiter an Gewinnen von Springer Science verdient. Haank hatte den Börsengang favorisiert, auch um Geld für neue Online-Aktivitäten einzusammeln.

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Nach der mutmaßlichen Festlegung auf einen Börsengang vom Freitag kam doch noch einmal Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen. „BC Partners kam allerdings mit einem Angebot und einer sehr attraktiven Bewertung auf uns zu”, sagte EQT-Partner Marcus Brennecke. Der Abschluss des Verkaufs wird nun im August erwartet. 2010 hatten EQT und GIC bei dem Fachverlag für 2,3 Milliarden Euro zugegriffen.

Springer Science verkauft vor allem wissenschaftliche Zeitschriften, Datenbanken und Bücher an Hochschulbibliotheken sowie Forschungseinrichtungen. Nach der niederländisch-britischen Reed Elsevier gilt er weltweit als zweitgrößter Verlag für Wissenschaft, Technik und Medizin. Der Berliner Verlag gibt rund 2.200 Zeitschriften und mehr als 8.000 neue Buchtitel im Jahr heraus.

2012 steigerte Springer seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 976,3 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte ebenfalls um 12 Prozent auf 344 Millionen Euro zu. Die Gruppe hat weltweit mehr als 7000 Mitarbeiter. © dpa/aerzteblatt.de

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