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Ärzteschaft

Bundesärztekammer verurteilt türkisches Vorgehen gegen Mediziner

Mittwoch, 19. Juni 2013

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat den türkischen Ärzten auf dem Taksim-Platz in Istanbul ihre Solidarität versichert. „Der unangemessene Polizeieinsatz in Istanbul und anderen türkischen Städten beunruhigt viele Ärzte in Deutschland”, erklärte BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch in Berlin.

„Insbesondere das Vorgehen der Polizeikräfte, verletzten Demonstranten den Zugang zu medizinischer Versorgung vorzuenthalten oder medizinisches Personal, das verletzten Demonstranten zu Hilfe kommt, festzunehmen, ist aus Sicht der Bundesärztekammer völlig inakzeptabel”, heißt es in einem Schreiben an den Präsidenten des türkischen Ärzteverbandes.

Zudem verurteilt der BÄK-Präsident in einem Schreiben an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan das Vorgehen der Polizeikräfte gegen Ärzte als Verstoß gegen den internationalen Grundsatz der ärztlichen Neutralität, wie sie in der Genfer Konvention festgehalten sei. Ärzte seien gemäß ihrer beruflichen Grundsätze den Patienten gegenüber verpflichtet, sie könnten daher nicht für die Ausübung ihres Berufs rechtlich verfolgt werden.

Zuvor hatte auch der Weltärztebund (WMA) Erdogan aufgefordert, die „unverhältnis­mäßige Gewalt gegen friedliche Protestierer unverzüglich zu beenden, und die Grund­rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit durchzusetzen”. Zudem forderte der WMA die Türkei auf, eine unabhängige Kommission zur Untersuchung des exzessiven Gewalteinsatzes einzusetzen. © kna/aerzteblatt.de

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