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Politik

KKH fordert Reform des einheitlichen Beitragssatzes

Freitag, 21. Juni 2013

Hannover – Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen im Gesundheitswesen gefordert. Der bisher staatlich festgezurrte einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent könne auch für die Versicherten Nachteile bedeuten, sagte KKH-Chef Ingo Kailuweit am Freitag in Hannover. „Um dauerhaft neben finanzieller Stabilität auch eine gute Qualität in der medizinischen Versorgung zu gewährleisten, sollte jede Krankenkasse ihren individuellen Beitragssatz selbst festlegen dürfen.“ Die KKH ist mit ihrer Reformidee zur Flexibilität nicht alleine: Deutschlands größte Krankenkasse Barmer GEK beispielsweise will den Kurswechsel auch.

Da die Konjunktur derzeit solide läuft, sitzen die Krankenkassen auf Rekordreserven. Erste Stimmen aus der Politik, den Satz zu senken, hatte es zu Beginn des Wahlkampfjahres schon gegeben. Dem dicken Polster bei den Versicherern steht jedoch der langfristige Trend gegenüber, dass es immer mehr Ältere mit chronischen Leiden gibt.

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KKH-Vorstand Rudolf Hauke räumte ein, dass die Reserven üppig sein. „Doch wir sehen auch, wie die Ausgaben derzeit in die Höhe schießen.“ So zeichne sich der Trend zur schwierigen Zukunft schon in der KKH-Bilanz ab: Die Gesamteinnahmen seien vergangenes Jahr um 1,5 Prozent je Mitglied auf 4,77 Milliarden Euro gestiegen, gleichzeitig kletterten aber die Gesamtausgaben je Mitglied um 2,8 Prozent auf 4,69 Milliarden Euro – und das trotz geringerer Verwaltungskosten.

Damit blieben der KKH knapp 80 Millionen Euro Überschuss. Das erste Quartal im laufenden Jahr sei fast ausgeglichen gelaufen. „Für das gesamte Jahr gehen wir von einer schwarzen Null, also von einem Ergebnis leicht oberhalb der Nulllinie aus“, sagte Kailuweit. © dpa/aerzteblatt.de

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