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Ärzteschaft

Caritas-Dienstgeber blockieren ärztliche Gehaltserhöhungen an katholischen Kliniken

Freitag, 21. Juni 2013

Köln/Frankfurt – Die vereinbarte Gehaltserhöhung für Ärzte in katholischen Kranken­häusern scheint noch nicht in trockenen Tüchern. Die Dienstgeberseite der Arbeits­rechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes in der Regionalkommission Mitte hat die vollständige Übernahme der auf Bundesebene vereinbarten Vergütungs­beschlüsse abgelehnt und Gehaltssteigerungen frühestens ab Jahresmitte in Aussicht gestellt. Dies lehnten die Dienstnehmer entschieden ab.

„Die Tatsache einer sechsmonatigen Nullrunde und vor allem die dreiste Begründung diesen unakzeptablen Schrittes zeugen von einer einmaligen Unverfrorenheit“, kritisierte Ingo Flenker, Vizevorsitzender des Marburger Bundes (MB) Nordrhein-West­falen/Rheinland-Pfalz. Er warf der Caritas vor, die Öffentlichkeit zu täuschen und die Ärzteschaft zu verhöhnen.

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„Durch die Nullrunde im Vorjahr entging Tausenden Ärzten in den betroffenen gut 90 katholischen Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hessen schon bis zu 2000 Euro Gehalt“, unterstricht der Gewerkschafter. Er befürchtet eine massive Abwanderung von Ärzten und forderte für die kirchlichen Krankenhäuser ein klares und direktes Mitspracherecht des MB.

„Wir wollen endlich Tarifverträge für unsere Kollegen in konfessionellen Kliniken. Das scheint der einzige Weg zu sein, um die marktgerechte Vergütung an christlichen Kliniken durchzusetzen“, so Flenker. © hil/aerzteblatt.de

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