NewsPolitikRaucherquote bei Jugendlichen in zehn Jahren halbiert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Raucherquote bei Jugendlichen in zehn Jahren halbiert

Montag, 24. Juni 2013

dpa

Köln – Das Rauchen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht drastisch zurück. Bei den 12- bis 17-Jährigen ist die Raucherquote in den vergangenen beiden Jahren auf ein Rekordtief gesunken: 2012 rauchten 12 Prozent, 2011 nur 11,7 Prozent der Jugend­lichen. 2001 hatte die Quote mit 27,5 Prozent noch gut doppelt so hoch gelegen. Das berichtete die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am Montag zum bevor­stehenden Weltdrogentag am kommenden Mittwoch.

Bei den jungen Erwachsenen – 18 bis 25 Jahre – sank die Raucherquote auf 35,2 Prozent (2012), nachdem sie 2001 noch 44,5 Prozent betragen hatte. In beiden Altersgruppen ermittelte die repräsentative Studie mit 5.000 Befragten damit einen Tiefststand – seit der ersten Erhebung unter Jugendlichen 1979 und unter jungen Erwachsenen 1973.

Anzeige

Die Quote der „Nie-Raucher“ stieg zugleich an: Im vergangenen Jahr gaben 71,7 Prozent der Jugendlichen an, noch niemals an einem Glimmstängel gezogen zu haben. 2001 waren das nur 40,5 Prozent. Unter den jungen Erwachsenen hat ein Drittel (32,4 Prozent) nach eigener Auskunft noch nie geraucht - 2011 hatte das nur ein Viertel der Befragten (23,1 Prozent) angegeben.

Die Jugendlichen sind zudem im Durchschnitt älter, wenn sie mit dem Rauchen anfangen: Der Befragung zufolge stieg das Eintrittsalter von 13,6 (2001) auf 14,4 Jahre (2012). Die Studie sieht beim Rauchverhalten keine nennenswerten Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern, dagegen aber sehr deutliche soziale Unterschiede. So rauchen 16,7 Prozent der Hauptschüler, 10,9 Prozent der Realschüler, aber lediglich 6,9 Prozent der Gymnasiasten in der Sekundarstufe I. Unter Arbeitslosen ist das Rauchen deutlich stärker verbreitet als unter Erwerbstätigen.

BZgA-Direktorin Elisabeth Pott sprach von einer insgesamt erfreulichen Entwicklung, betonte aber zugleich: „Die Zahlen bestätigen, dass Tabakprävention auch zukünftig weiter in den Schulen implementiert werden muss, um alle sozialen Schichten zu erreichen.“

Erstmals ist auch die E-Zigarette in der BZgA-Befragung berücksichtigt. Die elektrische Zigarette ist zwar fast vier von fünf  Jugendlichen und fast allen jungen Erwachsenen bekannt, wird aber kaum konsumiert. Fragt man die jungen Leute, ob sie in den vergangenen 30 Tagen eine nikotinhaltige E-Zigarette geraucht haben, beantwortet das nur knapp ein Prozent der Jugendlichen mit „Ja“. Bei den jungen Erwachsenen sind das 1,5 Prozent. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. März 2019
Seattle – Rauchen während der Schwangerschaft könnte eine wichtige Ursache für den Krippentod (SIDS) sein. In einer US-Studie in Pediatrics (2019; doi: 10.1542/peds.2018-3325) war bereits für eine
Schon eine Zigarette am Tag in der Schwangerschaft verdoppelt das Risiko auf einen Krippentod
28. Februar 2019
Paris – Raucher in Frankreich müssen ab Freitag erneut tiefer in die Tasche greifen: Durch eine Steuererhöhung kostet ein Päckchen der beliebtesten Marke Marlboro Red dann 8,80 Euro, wie eine
Zigaretten werden in Frankreich erneut teurer
27. Februar 2019
Turku – Der Nachweis von Cotinin, einem Abbauprodukt von Nikotin, im Blut von Schwangeren war in einer Fall-Kontroll-Studie in Pediatrics (2019; doi: 10.1542/peds.2018-3144) dosisabhängig mit einer
Rauchen in der Schwangerschaft erhöht ADHS-Risiko der Kinder
26. Februar 2019
Würzburg/London – Trotz Herzerkrankung rauchen viele Menschen weiter oder verhalten sich anderweitig ungesund. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie, für die mehr als 8.200 Herzpatienten
Herzpatienten rauchen häufig weiter
12. Februar 2019
Hamburg – In Hamburg soll künftig ein Gesetz für einen besseren Schutz der Besucher von Shisha-Bars vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen sorgen. Eine entsprechende Vorlage von Gesundheitssenatorin Cornelia
Hamburgs Senat beschließt Gesetzentwurf zu Gesundheitsschutz in Shisha-Bars
12. Februar 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich kürzlich für ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten ausgesprochen. Der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) geht das nicht weit genug. „Mit einem
Tabakwerbeverbot muss E-Zigaretten einschließen
11. Februar 2019
Hamburg – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich im Kampf gegen Krebs für ein weitreichendes Werbeverbot für Zigaretten ausgesprochen. „Die Zahlen sprechen für sich: Ein Fünftel aller
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER