NewsVermischtesEmpfehlungen zur Versorgung schwerkranker und sterbender Kinder
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Empfehlungen zur Versorgung schwerkranker und sterbender Kinder

Mittwoch, 26. Juni 2013

Berlin – Empfehlungen für die sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) von Kindern und Jugendlichen haben die Deutsche Gesellschaft für Palliativ­medizin (DGP) und der Deutsche Hospiz- und Palliativverband (DHPV) mit den Verbänden der Krankenkassen entwickelt.

Sie sehen unter anderem interdisziplinäre Teams vor und fordern eine umfassende Betreuung: „Anlässlich der Erstvisite wird im Eingangsassessment eine mehrdimen­sionale, das heißt neben den medizinisch-pflegerischen Aspekten auch psychologische, soziale und spirituelle Aspekte berücksichtigende Befunderhebung des Patienten inklusive Fremdanamnese im Angehörigengespräch vorgenommen“, heißt es beispielsweise im Abschnitt zur Kontaktaufnahme zwischen der Familie und dem SAPV-Team.

„Kinder und Jugendliche benötigen besonders in der Zeit einer schweren Erkrankung die Solidarität unserer Gesellschaft. Damit die Betroffenen möglichst bis zum Schluss zu Hause bleiben und versorgt werden können, werden bundesweit entsprechend qualifizierte Versorgungsangebote benötigt“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands Marlene Rupprecht. Sie ist auch Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD).

Anzeige

Ziel Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit
„Unser Ziel ist es, für sterbende Kinder und ihrer Angehörigen zuhause eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit durch Kinderpalliativteams zu ermöglichen“, erläuterte Friedemann Nauck, Präsident der DGP. Er hoffe, dass die Bundesländer die Empfehlungen zügig umsetzten. „Zum Glück benötigt nur eine sehr kleine Anzahl der Kinder und Jugendlichen diese Versorgung. Gerade hierin liegt aber die eigentliche Herausforderung für die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung“, erläuterte Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

Die Symptome der schwerkranken Kinder unterscheiden sich laut DGP und den übrigen Verbänden oft deutlich von denen bei erwachsenen Palliativpatienten. Entsprechend qualifizierte SAPV-Teams könnten Kinder und Jugendliche im Umkreis von bis zu 120 Kilometern in kritischen Lebenssituationen und bis in den Tod zuhause versorgen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. Januar 2020
Karlsruhe – Das Bundesverfassungsgericht will am 26. Februar sein Urteil zum Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe verkünden. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit. Geklagt hatten schwer
Bundesverfassungsgericht verkündet Urteil zu Sterbehilfe Ende Februar
13. Dezember 2019
Berlin – Die Zentrale Ethikkommission bei der Bundes­ärzte­kammer (ZEKO) hat sich in einer Stellungnahme dafür ausgesprochen, das Konzept des sogenannten „Advance Care Planning (ACP)“ breit zu
Ethikkommission befürwortet vorsorgliche Willensbekundung am Lebensende
11. Dezember 2019
Vatikanstadt – Mit Fragen der Palliativmedizin und Pflege alter Menschen befasst sich ab heute eine zweitägige interreligiöse Fachtagung im Vatikan. Bezüglich ethischer Fragen am Lebensende gebe es
Interreligiöser Kongress im Vatikan zur Medizin am Lebensende
16. Oktober 2019
Berlin – Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken (FVET) am Lebensende, auch als „Sterbefasten“ bezeichnet, ist der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zufolge nicht als Suizid zu
Achtung des Patientenwillens hört nicht beim Sterbefasten auf
14. Oktober 2019
Berlin – Patientenschützer haben sich für einen gesetzlichen Anspruch auf Hospizleistungen ausgesprochen. Nur 30.000 Schwerstkranke hätten die Chance, in einem der 236 stationären Hospize in
Ruf nach gesetzlichem Anspruch auf Hospizleistungen
13. September 2019
Berlin – Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Lukas Radbruch, sieht weiter „weiße Flecken auf der Landkarte der Palliativversorgung“. In ländlichen Gebieten sei der Weg
Mediziner beklagen „weiße Flecken“ bei Palliativversorgung
28. August 2019
Berlin – Im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie ist eine aktualisierte S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ unter der Federführung der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

  • @Zygis | Practicus | 18.01.20 21:36 | Politik
  • NaNa... | Practicus | 18.01.20 21:03 | Hochschulen
  • @Practicus | Naturfreund | 18.01.20 21:00 | Ärzteschaft
  • Bürgerämter | Naturfreund | 18.01.20 20:56 | Politik
  • Ganz einfach! | Practicus | 18.01.20 20:47 | Ärzteschaft

Archiv

NEWSLETTER