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Politik

Deutschland bei Pro-Kopf-Gesundheits­ausgaben im Mittelfeld

Donnerstag, 27. Juni 2013

Paris/Berlin – Deutschland hat 2011 11,3 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) für Gesundheit aufgewendet. Die Gesund­heitsausgaben stiegen in Deutschland im Jahr 2010 real um über zwei Prozent bevor sich das Wachstum im Jahr 2011 auf 1,1 Prozent etwas verlangsamte. Das geht aus den heute aktualisierten „Gesundheitsdaten 2013“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor.

Danach lag der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nur in den Vereinigten Staaten (17,7 Prozent), den Niederlanden (11,9 Prozent) und in Frankreich (11,6 Prozent) im gleichen Jahr höher. Durchschnittlich gaben die Länder der Organi­sation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2011 9,3 Prozent ihres BIP für Gesundheitsleistungen aus.

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Gleichzeitig rangiert Deutschland bei den Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben mit 4.495 US-Dollar nur an neunter Stelle unter den OECD-Ländern. Die höchsten Pro-Kopf- Gesundheitsausgaben verzeichneten die Vereinigten Staaten (8.508 Dollar), gefolgt von Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden. Im Jahr 2011 kamen in Deutschland auf 1.000 Einwohner 3,8 Ärzte, verglichen mit 3,2 Ärzten je 1.000 Einwohner im OECD-Durch­schnitt. Mit 11,4 praktizierenden Krankenpflegern je 1,000 Einwohner lag Deutschland über dem OECD-Durchschnitt von 8,7.

Für die stationäre Versorgung in Krankenhäusern inklusive Vorsorge- und Reha­bilitationseinrichtungen standen im Jahr 2011 in Deutschland 8,3 Betten je 1.000 Einwohner zur Verfügung, und damit deutlich mehr als im OECD-Durchschnitt, wo 4,8 Betten auf 1.000 Einwohner kamen. Nur Japan und Korea wiesen im Jahr 2011 eine höhere Bettendichte auf.

In den meisten OECD-Ländern hat sich die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten dank besserer Lebensbedingungen, intensiverer Gesundheitsvorsorge sowie durch Fortschritte bei der medizinischen Versorgung erhöht. Im Jahr 2011 lag die Lebens­erwartung bei Geburt für die gesamte Bevölkerung in Deutschland bei 80,8 Jahren und damit um nahezu ein Jahr über dem OECD-Durchschnitt von 80,1 Jahren. Unter den OECD-Ländern ist die Lebenserwartung in der Schweiz mit 82,8 Jahren am höchsten, gefolgt von Japan und Italien mit jeweils 82,7 Jahren. © hil/aerzteblatt.de

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