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Medizin

Ärzte behandeln Vorhofflimmern leitliniengerecht

Donnerstag, 27. Juni 2013

Athen – Ärzte setzen orale Antikoagulation inzwischen bei über 85 Prozent der Patienten mit Vorhofflimmern ein, für die diese Therapie nach den aktuellen Leitlinien angemessen ist. Entsprechende Auswertungen des europäischen Vorhofflimmer-Registers „PREFER in AF“ hat Paulus Kirchhof aus dem Vorstand des Kompetenznetzes Vorhofflimmern  (AFNET) jetzt auf dem Kongress der European Heart Rhythm Association (EHRA) in Athen vorgestellt.

Das „PREFER in AF“-Register liefert ein Bild der Behandlungspraxis in fünf euro­päischen Ländern im Jahr 2012. Von Januar 2012 bis Januar 2013 hat es Vorhof­flimmerpatienten aus 461 Zentren in  Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien eingeschlossen. 42 Prozent der Registerpatienten stammen aus Praxen, 53 Prozent aus Kliniken. 89 Prozent wurden von Kardiologen behandelt.

Die Ergebnisse zeigen, dass von den 7.243 Patienten 30 Prozent paroxysmales, 24 Prozent persistierendes, sieben Prozent langanhaltend persistierendes und 39 Prozent permanentes Vorhofflimmern hatten. 66,3 Prozent aller Patienten (4.799) bekamen Vitamin K Antagonisten (VKA) als Monotherapie, 9,9 Prozent (720) VKA in Kombination mit Plättchenhemmern und 6,1 Prozent (442) bekamen neue Antikoagulanzien, das heißt einen der Wirkstoffe Dabigatran, Rivaroxaban oder Apixaban. 11,2 Prozent (808) wurden ausschließlich mit Plättchenhemmern behandelt und 6,5 Prozent (474) erhielten keine antithrombotische Therapie.

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„Die europäischen Ärzte setzen die neuen Leitlinien gut um. Die Antikoagulation wird mittlerweile breiter eingesetzt als noch vor einigen Jahren“, sagte Kirchhof. Das Register belege damit die Veränderungen in der Behandlung von Vorhofflimmern durch die aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) aus dem Jahr 2010.

Diese beinhalten eine Reihe von Neuerungen im Umgang mit Vorhofflimmern, zum Beispiel, dass eine dauerhafte orale Antikoagulation für die Mehrheit der Vorhofflimmerpatienten angezeigt sei, da fast alle ein erhöhtes Schlaganfallrisiko hätten. © hil/aerzteblatt.de

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