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Politik

Sachsen fördert mehr als 1800 Kinderwunsch­behandlungen

Donnerstag, 27. Juni 2013

Dresden/Berlin – Mit rund 2,5 Millionen Euro hat Sachsen seit 2009 mehr als 1.800 Kinderwunschbehandlungen gefördert. Dadurch kamen rund 500 Mädchen und Jungen auf die Welt, wie ein Sprecher des Sozialministeriums am Donnerstag in Dresden sagte. Mit dem Einstieg in das seit 2012 bestehende Bundesprogramm zur Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit würden betroffene Ehepaare nun noch stärker entlastet, sagte Sozialministerin Christine Clauß (CDU) in Berlin. Sie müssten nur noch ein Viertel der mit 3.000 Euro bezifferten Gesamtkosten eines Versuchs tragen – 750 Euro.

Seit 2004 übernehmen die Krankenkassen die Hälfte der Kosten für die ersten drei Versuche einer künstlichen Befruchtung. Ab Juli teilen sich Land und Bund den bisher verbliebenen Eigenanteil der Paare von 1.500 Euro und fördern zudem einen vierten Versuch bis zur Hälfte. Dafür stellt der Freistaat jährlich rund 700 000 Euro zur Verfügung.

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Kinderwünsche dürften nicht am Geld scheitern, betonte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Kristina Schröder (CDU). In Deutschland sei beinahe jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren ungewollt kinderlos. „Wir müssen uns darum kümmern, dass aus den vorhandenen Kinderwünschen auch öfter Wirklichkeit wird.” © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #667904
meerwind7
am Freitag, 28. Juni 2013, 23:31

(nur) "Mädchen und Jungen"? - Babys

Der vielleicht nicht ganz ernst gemeinte Kommentar von cattac13 übersieht, dass neugeborene vermutlich noch gar keine so ausgeprägten Vorstellungen zu ihrer sexuellen Identität und etwaigen intersexuellen Neigungen ausgebildet haben ;-)
Avatar #658277
cattac13
am Freitag, 28. Juni 2013, 14:54

(nur) "Mädchen und Jungen"? - Kinder!

Eine insgesamt lobenswerte Initiative.
Aber: Wie kann sich denn der Sprecher des Sozialministeriums so kurz nach der Geburt der betreffenden Kinder schon sicher sein, welche 'Geschlechts'identität sie alle haben und dass es sich bei den so geborenen Kindern ausschließlich um "Mädchen" bzw. "Jungen" handelt?
Hat er sie gefragt? Kann er hellsehen?

Ist ihm dies nicht bekannt?:
"Das Bundesverfassungsgericht hat in seiner Entscheidung vom 11. Oktober 1978 (1 BvR 16/72) darauf verwiesen, dass Art 1. GG die Würde des Menschen schützt, wie er sich in seiner Individualität selbst begreift und seiner selbst bewusst wird. Das BVerfG stellte weiterhin fest: „Die Frage, welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig empfindet, betrifft … seinen Sexualbereich, den das Grundgesetz als Teil der Privatsphäre unter den verfassungsrechtlichen Schutz der Art. 2 Abs. 1 i.V. mit Art. 1 Abs. 1 GG gestellt hat. Jedermann kann … von den staatlichen Organen die Achtung dieses Bereichs verlangen. Das schließt die Pflicht ein, die individuelle Entscheidung eines Menschen über seine Geschlechtszugehörigkeit zu respektieren“ (BVerfG, Beschluss vom 15. August 1996 – 2 BvR 1833/95)."

Und bei 500 Kindern sind - auch aus rein biologistischer Sicht - so und so sicher ein paar Inter*kinder dabei.

Sollen all diese Menschen weiterhin hartnäckig wegignoriert werden - weil es sie aus Sicht so mancher Leute nicht geben >darf< und alles, was nicht eundeutig als "Mädchen" oder "Junge" einzuordnen ist, nur eine pathologische 'Abweichung' sein kann?
Wie lange leidet die Medizin denn schon unter diesem Zwang, Menschen, die von ihren biologistischen 'Normal'vorstellungen 'abweichen', zu pathologisieren?
Auf genau welchen (Velust-)Ängsten basiert denn dieser Pathologisierungs-Zwang?
LNS
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