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Ärzteschaft

Neuer Hausärzte-EBM: Änderungen zum Oktober sind beschlossen

Freitag, 28. Juni 2013

Regina Feldmann

Berlin – Nach längeren Verhandlungen haben sich die Kassenärztliche Bundes­ver­einigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband gestern Abend auf Änderungen im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geeinigt. Ziel ist es, die sprechende Medizin zu stärken und die Honorierung „typischer“ Hausärztinnen und Hausärzte zu verbessern.

„Dies ist ein wichtiger Schritt, um eine wohnortnahe ambulante Versorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können“, betonte Regina Feldmann, Vorstand der KBV, am Freitag. Vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung und dem bereits spürbaren Mangel an Hausärzten sei dies dringend erforderlich. Außerdem sollen junge Mediziner motiviert werden, sich als Hausarzt niederzulassen. Die ersten Änderungen werden zum 1. Oktober umgesetzt. Weitere sollen zum 1. Juli 2014 folgen.

„Der hohe Grad der Pauschalierung hat dazu geführt, dass Hausärzte ihr Leis­tungs­spektrum nicht mehr transparent abbilden konnten und eine adäquate Vergütung kaum möglich war“, erläuterte Feldmann. Mit Hilfe des neuen Hausarzt-EBM sollen zukünftig Hausärzte gefördert werden, die „den hausärztlichen Versorgungsauftrag grundsätzlich wahrnehmen“, heißt es vonseiten der KBV. Einzelheiten zu den Beschlüssen will die KBV in Kürze veröffentlichen.

Beschlossen ist, die Versichertenpauschale, die der Arzt einmal im Quartal pro Patient abrechnen kann, stärker aufzugliedern und nach fünf Altersklassen zu differenzieren. Die Versichertenpauschale orientiere sich somit stärker als bisher an dem Alter des Patienten und damit auch an dessen Betreuungsbedarf, so die KBV.

Um den hausärztlichen Versorgungsauftrag besser als bisher abzubilden, wird zusätzlich eine neue Pauschale („versorgungsbereichsspezifische Grundpauschale“) in den EBM aufgenommen. Sie kann neben der Versichertenpauschale abgerechnet werden, jedoch nicht von allen Hausärztinnen und Hausärztinnen. Worauf sich KBV und Kassenvertreter im Detail geeinigt haben, wurde noch nicht bekannt. In den letzten Monaten hatten KBV, Kassenärztliche Vereinigungen und ärztliche Berufsverbände intensiv diskutiert, welche Leistungen vom grundsätzlichen hausärztlichen Versorgungsspektrum abweichen und deshalb nicht in Form der neuen Pauschale vom erbringenden Hausarzt abgerechnet werden können.

Basis der Debatten war ein Vorschlag der KBV in Form eines Katalogs mit Ausschlüssen gewesen. Als vom grundsätzlichen hausärztlichen Versorgungsspektrum abweichende Leistungen wurden unter anderem Akupunktur, Schlafstörungsdiagnostik, Schmerz­therapie, aber auch spezielle diabetologische und onkologische Leistungen diskutiert. Hierfür bestehen  aber teilweise andere zusätzliche Abrechnungspositionen.

Die bislang bekannt gewordene Einigung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband beinhaltet weiterhin, dass bestimmte Gesprächsleistungen wieder als Einzelleistung abgerechnet werden können. Die KBV hat ergänzend darauf hingewiesen, dass die Krankenkassen von Oktober an zusätzliche Finanzmittel für die hausärztliche geriatrische und palliativmedizinische Versorgung sowie für sozialpädiatrische Leistungen bereitstellen. „Damit wird sich die ambulante Versorgung für unheilbar kranke und für ältere Patienten sowie für Kinder, die eine sozialpädiatrische Behandlung benötigen, verbessern“, betonte Vorstand Feldmann. Die zusätzlichen Gelder belaufen sich auf eine Summe von rund 125 Millionen Euro im Jahr.

Zur Stärkung der fachärztlichen Grundversorgung hatten sich die KBV und der GKV-Spitzenverband bereits im Mai auf die Einführung einer neuen Pauschale geeinigt, die von 1. Oktober an greifen soll. Zur Verbesserung der fachärztlichen Grund­versorgung sind ebenfalls rund 125 Millionen Euro zusätzlich vorgesehen. © Rie/aerzteblatt.de

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dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 2. Juli 2013, 08:06

Der Herr weinte bitterlich!

Als der Herr sah, was die KBV wieder für ein Unfug angerichtet hatte, drehte er sich um und weinte bitterlich! Die KBV verkommt zur "Karnevalistischen Bundesvereinigung". Einen Praxis-U m s a t z von sage und schreibe 12,20 Euro für die 3-monatige Rundum-Betreuung für Erwachsene vom 19. bis zum 54. vollendeten Lebensjahr Vertragsärztinnen und Vertragsärzten auch nur anbieten zu wollen, ist eine bodenlose Unverschämtheit! Das sind 13,5 Cent Umsatz pro Kalendertag v o r Kosten, v o r Steuern und v o r Sozialversicherungen.

Nicht nur, dass unsere bereits mit 35 metabolisch entgleisten Patienten spätestens ab dem 45. Lebensjahr multimorbide sind. Nicht nur, dass 12,20 Euro nicht mal den laufenden Aufwand und die Verwaltungskosten einer Praxis decken können. Nicht nur, dass ein banaler Bürstenhaarschnitt wesentlich mehr kostet und k e i n e 3 Monate vorhält. Nicht nur, dass dafür Architekten, Anwälte, Tierärzte u n d auch Apotheker nicht mal ihre Türe 3 Monate aufhalten würden.

Sondern es ist auch eine beispiellose Missachtung unserer Professionalität, Kompetenz, Qualifikation, Expertise, Berufserfahrung und untergräbt unsere Selbstachtung, Motivation, Engagiertheit, Empathie und Fortbildungsbereitschaft. Ein Betrag von 12,20 wird allein für Verwaltung und unkritisches EDV-Monitoring eines e i n z i g e n, von uns bereits fertig konfektioniert versendeten DMP Erfassungs- und Verlaufsbogen aufgezehrt, ohne irgendeinen Handschlag für diesen Patienten zu tun. Eine Pauschale für Vorhaltung von hausärztlichen Praxisstrukturen über 14 Euro macht doch nur Sinn, wenn sie z. B. auch für eingeschriebene Patienten gezahlt wird, die gerade n i c h t in der Praxis auftauchen. Denn für diese ist die Praxis ja auch im evtl. Akutfall geöffnet.

Geradezu himmelschreiender Unfug ist die Aufsplitterung des bisherigen Chroniker-Zuschlags. 13 Euro bei e i n e m Arzt-Patienten-Kontakt und 15 Euro bei mindestens zwei Kontakten bedeutet im Klartext, dass der Patient beim 2. Kontakt m e h r für seine P a r k u h r bezahlt, als der Arzt überhaupt an "Honorar" bekommt. Und für die dritte Beratung bekommt der doofe Doktor dann vielleicht 'ne Spendenbescheinigung fürs Finanzamt?

Dass für drei n e u e Leistungen die Krankenkassen insgesamt 125 Millionen Euro jährlich locker machen wollen, was in 4 Quartalen den Gegenwert von nicht mal 3 Standard-Briefmarken ausmacht, habe ich ja schon ausgeführt. Wie schrieb Friedrich Wilhelm IV., als ihm eine Delegation des Deutschen Nationalparlaments aus Frankfurt in Berlin die Deutsche Kaiserkrone anbot: „Einen solchen imaginären Reif, aus Dreck und Letten gebacken, soll ein legitimer König von Gottes Gnaden und nun gar der König von Preußen sich geben lassen…?“

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
konnrich
am Sonntag, 30. Juni 2013, 12:42

Neuer EBM = Alles wird noch schlechter!

Nach 30 Jahren Arbeit in diesem KV-System und ca. 5 verschiedenen neuen EBMs, die immer zu neuen Verschlechterungen geführt haben, kann ich mich nur noch darüber wundern, dass man bei der Einführung eines weiteren EBM's noch Hoffnungen auf Besserung hat. Bis die neue Präsidentin ihr Lehrgeld bezahlt haben wird, wird es zu weiteren finanziellen Herabstufungen der Hausärzte kommen. Die Änderungen (Erneuerungen?) werden jedesmal durch "frisches", im Kampf mit der Facharztlobby der KBV unerfahrenem Personal gemacht . . .
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 29. Juni 2013, 23:22

Da kann ich nur drüber lachen!

Zunächst zündet der KBV-Vorstand Nebelkerzen, in dem er aus rein kosmetischen Gründen den Punktwert virtuell auf 10,0 Cent anhebt, um im gleichen Atemzug den Bewertungsmaßstab so abzusenken, damit Alles beim Alten bleibt. Und dann verwirrt die verehrte Frau Kollegin Regina Feldmann auch noch mit Ihrer Äußerung: "Bis jetzt müssen die Ärzte bei Leistungen ja erst einmal die Punktzahl mit dem Wert 3,5363 multiplizieren, um zu wissen, wie viel eine Leistung in Euro wert ist. Bei 10 Cent ist das viel leichter zu rechnen", gerade so, als ob es noch keine Taschenrechner oder EDV gäbe. Vgl. meinen Blog "Schätzlers Schafott"
http://www.springermedizin.de/jetzt-ist-es-amtlich-aerzte-zu-daemlich/4528148.html
Weltweit werden "krumme" Währungs- und Aktienkurse bzw. Finanztransaktionen ja auch nicht auf 10-Cent-Beträge aufgerundet, damit man "leichter" rechnen kann.

Aber auch mit geringer prophetischer Begabung gehe ich davon aus, dass für e i g e n s t ä n d i g e Gesprächsleistungen, in der hausärztlichen Praxis t ä g l i c h e r Bestandteil unserer Arbeit, wenn sie denn jemals e x t r a abrechenbar würden, bei unseren in 5 Altersklassen neu aufgespreizten Versichertenpauschalen postwendend entsprechende A b z ü g e vorgenommen werden. Analoges gilt für die Vorhaltepauschale zur Wahrnehmung des hausärztlichen Versorgungsauftrags: Diese würde nach dem Motto "rechte Tasche - linke Tasche" vom Regelleistungsvolumen dann wieder abgezogen. Oder noch eleganter, durch ein sinkendes RLV egalisiert.

Z u s ä t z l i c h e Finanzmittel in Höhe von 125 Millionen Euro stellen die Krankenkassen doch nur für z u s ä t z l i c h e hausärztliche, geriatrische und palliativmedizinische Versorgungaufgaben sowie für sozialpädiatrische Leistungen und unsere damit verbundene Mehrarbeit zur Verfügung. 125 Millionen Euro sind übrigens bei 81 Millionen Bundesbürgern in Deutschland (Drittstaaten- und EU-Bürger mit GKV-Versorgungsansprüchen bleiben hier unberücksichtigt) mit unserem 89,9 Prozent GKV-Versichertenanteil exakt 1 Euro und 71 Cent pro Person. Knapp 3 Standard-Briefmarken in 4 Quartalen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
udohahn
am Samstag, 29. Juni 2013, 19:08

Draufhauen, wenn alle draufhauen...

...ist sicher nicht sehr mutig, weil es machen ja alle.
Insofern finde ich den Beitrag des Kollegen Bayer recht mutig. Und noch mutiger in Bezug auf die Forderung einer Dokumentation des geführten Patientengespräch. Aber es geht ja nicht um mutig oder nicht...

Wir sprechen doch täglich mit den Patienten über "life-events" und nicht nur über die Länge einer AU. Und wenn ich das dann auch noch dokumentieren darf, in der Art und Weise, daß nicht nur Inhalt und Anlass sondern auch noch womöglich der aufgewendete Zeitbedarf (kleine und große Gespräche? häh?) schlüssig dargelegt werden kann, dann wird (zumindest für mich) ein Aggregatzustand erreicht, der sich weit oberhalb der instabilen Phase sich befindet.
Mal im Ernst: Wollen wir noch mehr das in uns zu Recht gesetzte Vertrauen aushöhlen durch Dokumentation in extenso? "Nur was dokumentiert ist, ist gemacht"...Dieses Postulat findet sich in nahezu jedem Pflegeheim an mehr oder minder sichtbarer Stelle. Provokation on/
Und daher sitzen auch alle vor dem Computer und dokumentieren den Dekubitus in allen Einzelheiten, entstanden durch fehlende Pflegezeit am Menschen, weggezwickt durch zeitraubende Dokumentationsarbeit.
Provokation off/

Meines Erachtens nach geht der Rat einer Dokumentation an den realen Gegebenheiten ordentlich vorbei. Und schon gar nicht würde ich mich im Gespräch mit einem Patienten (ich bin einer von den "Landärzten") irgendwelchen wissenschaftlichen Gesprächsregeln unterwerfen und die 68-jährige Bäuerin wechselnd mit offenen, indirekten, geschlossenen und/oder direkten Fragen traktieren. Eher mit Empathie und einem ordentlichen Schuß Menschenverstand. Ging bisher ganz gut...

Den Rat aus unseren Reihen an die KBV, uns eine weitere Dokumentation angedeihen zu lassen, halte ich für -gelinde gesagt- nicht zielführend.

Und: 125 Mio EUR sind natürlich 125 Mio EUR. Genauso, wie 57 ct. 57 ct. sind. Und das ist das, was beim Einzelnen ankommt. Und nur dieses Geld kann auch ausgegeben werden.
Oder habe ich mich etwa verlesen, und es sollte heißen, daß jeder Kollege 125 Mio EUR / y zusätzlich erhält für Gesprächsleistungen? Dann könnte man natürlich auch über eine evtl. Dokumentation reden, die ja überwiegend in der Freizeit stattfinden muß...weil dann könnte die Freizeit ja ganz anders gestaltet werden...
kairoprax
am Samstag, 29. Juni 2013, 18:08

Erwiderung auf "dann reden wir über das liebe Geld ..."


Es gibt den berühmten Spruch, wenn alle hineingehen würden, würden nicht alle hineingehen. Da aber nicht alle hineingehen, gehen alle hinein.

Sprechende Medizin soll nicht schon wieder als pauschaler Zuschlag betrachtet werden, sondern tatsächlich als abrechenbare Ziffer, dann gerne auch mit einer Zeitvorgabe - in der GOÄ-Welt geht das doch auch. So betrachtet sind 125 Millionen € 125 Millionen € und keine 59 Cent.

Natürlich setzt es Vertrauen voraus, daß nur dann eine "sprechende" Leistung abgerechnet wird, wenn sie auch erbracht wurde. Und es setzt die Abwesenheit von kollegialem Mißtrauen voraus, man müsse um jeden Preis sprechen, um nicht ein schmäleres Stück vom Kuchen zu bekommen.

Der KBV rate ich, daß eine Dokumentation eines Gesprächsprotokolls stattfinden sollte. Sprechende Leistungen können ebenso transparent gehandhabt werden wie Röntgenbefunde oder OP-Protokolle. Wir dürfen nicht außer acht lassen, daß das ärztliche Gespräch themengebunden und zielorientiert ist, und daß es für das ärztliche Gespräch wissenschaftliche Regeln gibt. Ein Protokoll hilft außerdem, dieses und weitere Gespräche zu strukturieren.

Möglich wäre auch für die Fortschreibung des EBM, daß man eine große und eine kleine Sprechziffer ansetzt, denn das Besprechen der Laborwerte hat sicher im Durchschnitt einen anderen Zeitbedarf als etwa die Erörterung ob und in welchem Krankenhaus man einen Tumor entfernen will, wie die Nachsorge und wie die Alternativen aussehen. Ohne Zweifel brauchen Kinder und alte Menschen ebenfalls einen anderen Gesprächsbedarf als Patienten zwischen 20 und 50.

Der Ansatz der KBV ist richtig. Die Umsetzung geht wieder ein Stück zurück von der stereotypen Medizin in die Richtung einer im besten Sinn ganzheitlichen Medizin. Es muß aufhören, daß man als Arzt unter Hinweis auf den EBM sagen kann, man könne sich das Gespräch mit dem Patienten nicht mehr leisten. Es muß auch aufhören, daß man sagen darf, bei Privatpatiebnten sei das dann unter Hinweis auf die GOÄ doch möglich.

Dr. Bayer, Bad Peterstal
udohahn
am Samstag, 29. Juni 2013, 16:56

Dann reden wir mal über das liebe Geld...

"Nicht nur aber auch" - so ist doch die Einstellung unserer Zunft, wenn es um die Frage der Bezahlung (Entschädigung?) unserer Leistungen geht. Na klar, die Vergütung steht nicht alleine im Zentrum, aber mit unserer Arbeit müssen wir, unsere Angehörigen und unsere Angestellten leben können. Und damit genug der demütigen Erklärung, warum wir für unsere Arbeit auch noch Geld erhalten wollen und somit voll rein in die Analyse der sagenhaften Erhöhung der Vergütung um 125 Mio EUR / y. Da ist dann nicht mehr nur von Umverteilung, sondern auch noch von einem Zufluss um eben diesen Betrag die Rede. Was bedeutet das für uns Niedergelassene ?
125 Mio /y verteilt auf 43.190 Allgemein-Med, dazu noch vielleicht 1/4 der Internisten (Quelle: bmg.de 2013), also insgesamt:
ca. 54.000 "sprechende" Ärzte erhalten 125 Mio / y....

Das macht dann: EUR 578 / Quartal pro Arzt.

Wenn wir durchschnittlich 1.000 Patienten / Quartal behandeln, dann erhalten wir für jeden Patienten 57 ct. / Monat zusätzlich. Und das alles VOR Steuern, also nochmal gepflegt 45 % abziehen. Und davon dann nochmal die Ausgaben für Personal, Miete, Alterversorgung usw. usf.

Da bin ich aber jetzt unwahrscheinlich froh, daß von Seiten der Politik / GKV endlich mal eine substantielle Aufwertung unserer Leistungen bzgl. "sprechender" Medizin erfolgt. Entspricht ungefähr dem Gegenwert eines ca. halbvollen Einkaufswagens mit Grundnahrungsmitteln, erworben bei den Brüdern Albrecht... Fühle mich regelrecht gebauchpinselt...und bin fast "sprachlos".

Mit freundlichen Grüßen

U. Hahn
kairoprax
am Samstag, 29. Juni 2013, 10:01

es keimt Hoffnung auf auf einen endlich guten EBM für Hausärzte !


Als Arzt in Baden-Württemberg, einer aus der Gruppe der mehr als zwei Drittel von uns, die nichts von dem sogenannten Hausarztmodell halten, begrüße ich diese BKV-GKV-Entscheidung sehr. Ich hoffen nur, daß sie auch umgesetzt wird.

Der Fehler der Tendenz zur Pauschalierung der Hausärzte ist, daß wir ganz unterschiedliche Praxisprofile haben, die im bestehenden EBM nicht mehr abgebildet waren. Es ist z.B. ein Unding, daß Briefe keine hausärztliche Leistung sein sollen, ebenso wie die Beratungsleistungen oder die EKG. Manche von uns halten Operationen vor, andere machen Psychotherapie. Und im Hausarztvertrag sind weitere Einzelleistungen pauschaliert, was denen zu Gute kommt, die sie nicht ausführen und denen schadet, die sie machen.

Es ist mir immer unverständlich geblieben, wie der Hausärzteverband von einem Berufsbild ausgehen kann, daß einen Hausarzt mit überwiegend internistischem Profil sieht, der quasi ersetzbar ist durch jeden "von der Stange" ausgebildeten anderen Hausarzt.

Wie gesagt, es besteht große Hoffnung auf diesen neuen EBM - und ich hoffe nicht, daß die Hoffnungen, wie traditionell üblich, schon bald wieder zu Grabe getragen werden müssen. Fürs Erste jedenfalls liestsich alles recht gut, mein Dank geht an Frau Feldmann!

Dr.Bayer, Bad Peterstal

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