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Uniklinik Halle drohen deutliche Einschnitte

Montag, 1. Juli 2013

Halle/Magdeburg – Dem Uniklinikum in Halle drohen heftige Einbußen. Der Wissen­schaftsrat halte in einem Entwurf seiner mit Spannung erwarteten Stellungnahme „deutliche Einschnitte” für unausweichlich, berichtete die Mitteldeutsche Zeitung vom Montag. Der Standort Halle solle erhalten, die Studenten-Ausbildung aber de facto halbiert werden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf das ihr vorliegende Papier.

Eine Sprecherin des Wissenschaftsrats sagte, die Stellungnahme sei vom Medizin-Ausschuss ausgearbeitet worden und befinde sich noch im Entwurfsstadium. In der kommenden Woche Freitag werde der Rat auf seiner Sitzung in Braunschweig darüber abstimmen. „Bis dahin kann so ein Entwurf jede Menge Änderungen erfahren”, sagte Sprecherin Christiane Kling-Mathey.

Die Uniklinik kündigte für den Mittag eine Pressekonferenz an. In der Debatte um die Landesfinanzen war die medizinische Ausbildung in Halle bereits infrage gestellt worden. Dagegen waren Ende April rund 7.000 Menschen in Halle auf die Straße gegangen.

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Den Empfehlungen des Wissenschaftsrats zufolge soll die Grundausbildung der Medizinstudenten in den ersten vier Semestern in Halle zum Teil aufgegeben werden, schreibt die Zeitung weiter. Derzeit gebe es 288 Plätze für Studienanfänger. Der Wissenschaftsrat empfehle zudem, die Forschung zu reduzieren.

Im Wissenschaftsrat sitzen Vertreter des Bundes und der Länder sowie Wissenschaftler. Das Gremium soll die Politik beraten. © dpa/aerzteblatt.de

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