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Politik

Privatkliniken: Unternehmerische Initiativen unverzichtbar

Montag, 1. Juli 2013

Berlin – Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) hat anlässlich seines Bundeskongresses Ende Juni in Berlin darauf hingewiesen, dass die Privaten Schritt­macherdienste leisteten und sich dafür einsetzten, die begrenzten finanziellen Ressourcen möglichst sinnvoll und effizient einzusetzen. Der Erfolg der erwerbs­wirtschaftlichen Träger sei eng mit dem Erhalt und der Verbesserung der medizinischen Qualität und der von den Patienten erlebten Servicequalität verbunden.

Die Privatkliniken warnten davor, die schon längst nicht mehr ausreichende öffentliche Investitionsfinanzierung durch die Bundesländer weiter zurückzufahren. Es sei gefährlich, die Klinikträger darauf zu verweisen, die benötigten Investitionsmittel fast ausschließlich durch Gewinne aus der DRG-Vergütung selbst zu verdienen und Rücklagen für die Substanzerhaltung zu erwirtschaften.

Die privatwirtschaftlichen Kliniken hätten längst bewiesen, dass sie mehr für das Gemeinwohl investierten als öffentliche und freigemeinnützige Träger, die Verluste oftmals aus Steuermitteln ausgleichen müssten. Erfolgreiche private Klinikträger und Klinikkonzerne hätten hingegen seit Jahren völlig auf öffentliche Zuschüsse verzichtet – und dies ohne Abstriche bei der Qualität, ohne „Hire and Fire“ beim Personal und ohne „Rosinenpickerei“ bei der Übernahme von defizitären Kliniken.

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Wirtschaftlich erfolgreiche Einrichtungen, die sich der Gliederungsvielfalt und einem verschärften Wettbewerb stellten, hätten zugunsten des Gemeinwohls zu besseren Ergebnissen beigesteuert als die gesamte Staatswirtschaft: „Deshalb dürfen alle Krankenhäuser, insbesondere die Privatkliniken, nicht mit Maßstäben von Behörden gemessen werden“, so der 2. Vizepräsident des BDPK, Michael Philippi. Kliniken in privater Trägerschaft beteiligten sich an der stationären Grundversorgung und der Versorgung auf dem flachen Lande ebenso wie die öffentlich-rechtlichen und freigemeinnützigen Kliniken.

Der Beitrag der Privaten zur Sicherstellung im stationären Sektor sei höher als der vergleichbarer Krankenhäuser in nicht privater Trägerschaft. Privatkliniken würden durchweg mehr Ärzte und Pflegefachkräfte als öffentliche und freigemeinnützige Kliniken beschäftigen und eine hochwertige Medizintechnik vorhalten.

Die „klassenlose Krankenhauswirtschaft“ sei längst Realität, so der BDPK, zumal der Anteil von gesetzlichen und privat versicherten Patienten bei den Privaten nahezu identisch sei mit der bundesweiten Verteilung auf alle Krankenhäuser. Dies widerlege die Unterstellung, die Privaten würden besonders die Behandlung von Privatpatienten vorziehen, weil sie dadurch eine höhere Vergütung erwarteten. © HC/aerzteblatt.de

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