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Politik

Organspende: Unikliniken weisen Vorwürfe zurück

Montag, 1. Juli 2013

Münster – Die Unikliniken Münster und Essen sehen in ihren Häusern keine Verstöße gegen Organspende-Richtlinien. Am Uniklinikum Münster „hat kein Patient eine Leber erhalten, bei dem nicht die notwendige Indikation für eine Transplantation bestand”, sagte Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des Klinikums laut Mitteilung am Montag. Auch die Mediziner in Essen wiesen Kritik an der Verpflanzungspraxis in ihrem Hause zurück.

Die Süddeutsche Zeitung vom Montag hatte zuvor von Auffälligkeiten bei Organspenden in Essen und Münster berichtet, die die Prüfungs- und Überwachungskommission der Bundes­ärzte­kammer entdeckt haben soll. Der Prüfbericht liege allerdings noch nicht vor.

Die Kommission war nach dem Bekanntwerden mutmaßlicher Manipulationen eines Göttinger Arztes eingesetzt worden. Um eindeutige Manipulationen geht bei den Unregelmäßigkeiten in Münster und Essen laut Süddeutscher Zeitung  allerdings nicht.

Dem Zeitungsbericht zufolge bezweifeln die Prüfer aber, dass bei allen Organ­empfängern in der Münsteraner Klinik eine relevante Indikation vorgelegen habe. Das Universitätsklinikum Essen soll besonders viele Lebern minderer Qualität transplantiert haben.

Diese Kritik sei nicht nachvollziehbar, hieß es in einer Stellungnahme der Essener Uniklinik. Mit großem Erfolg transplantiere das Klinikum deutschlandweit die meisten Lebern - auch weil man daran forsche, sogenannte kritische Organe zu verpflanzen. Die Überlebenschancen lägen bei solchen von anderen Transplantationszentren nicht akzeptierten Organen sogar höher, als bei herkömmlicher Zuteilung. © dpa/aerzteblatt.de

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