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Politik

Deutsche Krebshilfe: Kampf gegen Prostatakrebs

Mittwoch, 3. Juli 2013

Berlin – Zu den Förderschwerpunktthemen der Deutschen Krebshilfe im Geschäftsjahr 2012 gehörte der Prostatakrebs. „Das Prostatakarzinom ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung des Mannes“, erläuterte Michael Stöckle, Mitglied im Fachausschuss „Krebs-Früherkennung“ der Deutschen Krebshilfe, heute anlässlich der Jahres-Pressekonferenz der Organisation in Berlin.

Ziel der im vergangenen Jahr bewilligten Projekte sei es gewesen, Wissenslücken zu schließen und die Prostatakrebsforschung voranzubringen. Denn noch immer erkranken jedes Jahr 67.600 Männer in Deutschland an einem Tumor der Prostata. „Diese hohen Erkrankungszahlen verdeutlichen, dass es mehr denn je von großer Bedeutung ist, die Früherkennung und die Therapie der Betroffenen weiter zu verbessern“, betonte Stöckle.

Für die Forschung zu Früherkennung und Therapie bei Prostatakrebs bewilligte die Organisation im Jahr 2012 rund 15,5 Millionen Euro. Mit der Ende Januar gestarteten PREFERE-Studie, der größten urologischen Studie der letzten Jahrzehnte, wird auch erstmals ein Forschungsvorhaben gemeinsam von der Deutschen Krebshilfe und den gesetzlichen sowie privaten Kran­ken­ver­siche­rungen finanziert. Dabei soll untersucht werden, ob die gängigen Behandlungsstrategien bei Frühformen von Prostatakrebs vergleichbar gut sind oder eine Therapie der anderen überlegen ist.

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Auf Spenden angewiesen
Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, betonte, dass die Hilfsorganisation auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen ist. 2012 konnte sie jedoch 89,4 Millionen Euro konnte an Einnahmen verzeichnen. 43 Prozent davon, also etwa 39,2 Millionen Euro, stammten aus Erbschaften und Vermächtnissen. Hinzu kamen fast 380.000 Einzelspenden von Privatpersonen und Firmen mit insgesamt 23,7 Millionen Euro sowie die Beiträge des Mildred-Scheel-Kreises mit 500.000 Euro, Erlöse aus Aktionen und Veranstaltungen sowie Kondolenzspenden zugunsten der Deutschen Krebshilfe.

„Das wichtigste Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, jede Anstrengung zu unternehmen, um von Krebs betroffenen Menschen und ihren Angehörigen zu helfen“, sagte Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „161 Projekte haben wir im Geschäftsjahr 2012 gefördert – jedes einzelne davon trägt seinen Teil dazu bei, der Krankheit Krebs den Schrecken zu nehmen. Möglich ist dies nur durch das immense Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unsere Arbeit.“

Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern
Auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein wichtiges Anliegen der Deutschen Krebshilfe. Mit 4,1 Millionen Euro unterstützte die Organisation im Geschäfts­jahr 2012 unter anderem wissenschaftliche Nachwuchsgruppen. 8,7 Millionen Euro flossen in Kinderkrebsprojekte sowie 4,3 Millionen Euro in einen Härtefonds, aus dem Hilfe gewährt wird für unverschuldet in finanzielle Not geratene Krebspatienten. Otmar D. Wiestler, Vorsitzender des Beirats und Mitglied des Vorstandes der Deutschen Krebshilfe, wies darauf hin, dass die Organisation ist der größte private Drittmittelgeber auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung in Deutschland ist. © ER/aerzteblatt.de

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