Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Gesundheits­ministerium weist Steinbrücks Vorstoß zur Pflege zurück

Mittwoch, 3. Juli 2013

Koblenz – Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hat einem Bericht zufolge einen Vorstoß von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück zur Schaffung von 125.000 neuen Jobs im Pflegebereich zurückgewiesen. Die Forderung Steinbrücks sei „unsinnig“, sagte ein Ministeriumssprecher der Rhein-Zeitung vom Mittwoch. Es sei zwar unbestritten, dass wegen des wachsenden Bedarfs künftig auch mehr Personal benötigt werde. Es gebe aber „keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Höhe der Beitragseinnahmen und der Anzahl“ der Beschäftigten in der Branche.  

Steinbrück hatte im Gespräch mit der Rhein-Zeitung vom Dienstag angekündigt, dass die SPD in der kommenden Legislaturperiode rund 125.000 neue Arbeitsplätze im Pflegebereich schaffen will. Diese Stellen sollten demnach mit einer Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte finanziert werden. Der Ministeriumssprecher sagte der Zeitung, die Bundesregierung wolle indes die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege deutlich erhöhen.  

Auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt kritisierte den Vorstoß Steinbrücks und sprach von „neuen Belastungen“ für die Bürger. Durch die von Steinbrück angekündigten Pläne würden die Beitragszahler mit rund 5,5 Milliarden Euro zusätzlich belastet, sagte Hundt der Rheinischen Post vom Mittwoch. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.09.17
Pflege auch Thema der „Schlussrunde“
Berlin – Im letzten „Schlagabtausch“ vor der Bundestagswahl kam gestern in ARD und ZDF erneut eine Debatte um den Pflegenotstand auf. Wiederholt wurden Forderungen nach einer besseren Bezahlung von......
21.09.17
„Wir sind hin- und hergerissen zwischen Patientenversorgung und Krankenhaus­interessen“
Frankfurt am Main – Andreas Hildebrandt arbeitet seit zehn Jahren als Krankenpfleger in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Frankfurt am Main. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt erzählt er,......
21.09.17
Pflegerat kritisiert „Schnellschüsse“ der SPD zur Pflegepolitik
Saarbrücken – Der Deutsche Pflegerat hat den Umgang der SPD mit dem Thema Pflege im Wahlkampf kritisiert. „Die pflegerische Versorgung ist hochkomplex und deshalb für Schnellschüsse ungeeignet“, sagte......
19.09.17
Pflege gewinnt im Wahlkampf an Bedeutung
Berlin – Wenige Tage vor der Bundestagswahl wird in Deutschland vermehrt über die Probleme in der Pflege diskutiert. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kündigte gestern für den Fall seines Wahlsiegs......
18.09.17
Merkel plädiert für bessere Bezahlung von Pflegekräften
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt eine bessere Bezahlung von Pflegekräften an. Die derzeitige Entlohnung sei „im Hinblick auf die Belastungen, die dieser Beruf mit sich bringt, nicht......
18.09.17
Niedrigschwellige Entlastungsangebote in der Pflege zu wenig bekannt
Berlin – Die Angebote der Pflegeversicherung für die Betreuung im Alltag sind Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen noch zu wenig bekannt. Darauf hat der Vorstand des GKV-Spitzenverbandes Gernot......
15.09.17
Wagner neuer Präsident des Deutschen Pflegerates
Berlin – Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK), ist neuer Präsident des Deutschen Pflegerates. Er löst Andreas Westerfellhaus (61) ab, der seit 2009......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige