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Ärzteschaft

Neue Rahmenempfehlung soll Heilmittelversorgung einheitlicher gestalten

Mittwoch, 3. Juli 2013

dpa

Berlin – Die Zusammenarbeit von Krankenkassen und Therapeuten aus dem Bereich der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie soll „einfacher, klarer und damit reibungsloser“ werden. Das verspricht der Spitzenverband Bund der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV-Spitzenverband). Vertragliche Basis dafür ist eine neue Rahmenempfehlung zur einheitlichen Versorgung mit Heilmitteln, auf die sich der GKV-Spitzenverband und Spitzenorganisationen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie verständigt haben.

Teil der Rahmenvereinbarung ist eine Arbeitshilfe, die über die notwendigen Angaben auf der Verordnung informiert. Sie soll verdeutlichen, welche Angaben die Kranken­kassen auf den unterschiedlichen Verordnungen benötigen.

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Andere Regelungen betreffen den Ablauf der Behandlung, den Behandlungsbeginn und Therapieunterbrechungen. Die Patienten müssen Stimm-, Sprech- und Sprachtherapien, wie eine Stottertherapie, nicht immer umgehend nach einer ärztlichen Verordnung beginnen. In der Rahmenempfehlung haben Kassen und Leistungserbringer daher vereinbart, dass der Arzt die Frist zum Behandlungsbeginn verlängern kann.

Das Regelwerk greift auch die teils lange Laufzeit einzelner Verordnungen im stimm-, sprech- und sprachtherapeutischen Bereich auf. Gerade bei Therapien mit Kindern kommt es häufig zu Behandlungsunterbrechungen, zum Beispiel etwa durch Ferienzeiten oder Krankheit. Entsprechende Regelungen sollen dies künftig berücksichtigen.

Gesondert geregelt haben die Vereinbarungspartner zudem die intensive Schluck­therapie bei Patienten mit teilentferntem Kehlkopf. Abweichend vom Grundsatz, dass Heilmittel pro Tag nur einmal abgegeben werden können, wird für diese Patienten drei Mal täglich eine therapeutische Anleitung vor Ort ermöglicht. Ebenso möglich werden in Abstimmung mit dem Arzt Doppelbehandlungen an einem Tag, zum Beispiel bei Stimmstörungen.

„In einem sachorientierten, konstruktiven Verhandlungsklima sind wir zu einem sehr guten Ergebnis gekommen. Die Gespräche sind zudem eine solide Basis für einen weiteren fachlichen Austausch zu Themen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie“, sagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Christiane Hoffschildt, nach Abschluss der Vereinbarung. © hil/aerzteblatt.de

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