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Katastrophale Zustände in britischem Krankenhaus

Mittwoch, 3. Juli 2013

Ashton-under-Lyne – Katastrophale Zustände herrschen im Tameside Hospital in der Nähe von Manchester. Das berichtete die britische Zeitung The Guardian heute. Die Berichte fügen sich in die aktuelle Qualitätsdiskussion um das britische Gesund­heitswesen (National Health Service) ein.

Der Guardian berichtet, Patienten müssten in der Klinik oft stundenlang auf dem Gang warten, bevor sie in der Notaufnahme behandelt werden können. In manchen Fällen habe es Verzögerungen von mehreren Tagen gegeben, bevor ein Arzt sich um einen Patienten kümmerte.

Patienten die an einem Freitagabend auf die Station gebracht würden, warteten gege­benenfalls bis zum folgenden Dienstag auf eine Behandlung durch einen erfahrenen Arzt. Ein Grund dafür sei, dass das Tameside Hospital zu wenig Ärzte habe, insbe­sondere Fachärzte. Außerdem fehlten Krankenschwestern. Dies betreffe vor allem die Hauptabteilungen.

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Zudem hätten sich einige junge Ärzte besorgt darüber geäußert, dass sie sich teilweise alleine um Patienten kümmerten, deren Zustand ihrer Meinung nach einen erfahreneren Arzt verlangte.

2010 war eine Patientin an einer Bauchfellentzündung gestorben, nur wenige Stunden nachdem sie mit Schmerzen das Tameside Hospital aufgesucht hatte. Der behandelnde Arzt hatte ihr Tabletten verschrieben und sie wieder nach Hause geschickt.

Das NHS Interim Management, welches seit März aktiv ist, machte im Hinblick auf die Missstände auch Bettenknappheit dafür verantwortlich, dass Patienten nicht von der Notaufnahme in die Krankenstation verlegt werden könnten. Das Tameside Hospital wies darauf hin, dass es einen Aktionsplan erstellt habe, um die in den Berichten aufgezeigten Probleme anzugehen.

Der britische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jeremy Hunt hatte sich im Juni schockiert über die großen regionalen Unterschiede bei der Mortalität in Großbritannien gezeigt. Laut Hunt sind rund zwei Drittel der 150.000 Todesfälle bei unter 75-Jährigen grundsätzlich vermeidbar. Ziel der britischen Regierung sei, bis 2020 rund 30.000 vermeidbare Todesfälle pro Jahr tatsächlich zu verhindern, so Hunt. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #104249
Senbuddy
am Donnerstag, 4. Juli 2013, 12:08

Da bekommt man dann ja mal eine Vorstellung...

...was eine steuerfinanzierte Bürgerversicherung so für "Vorteile" hat.

Viele Grüße
S.
LNS

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