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Politik

Patienten wollen mehr mitreden

Freitag, 5. Juli 2013

Hamburg – Patienten werden nach Ansicht der Techniker Krankenkasse (TK) Hamburg Ärzten gegenüber zunehmend kritischer. „Das Thema Medizin und Gesundheit spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle“, sagte die Hamburger TK-Chefin Maren Puttfarcken. „Wir wollen, dass die Patienten mündig werden – der Arzt muss da aber auch mitspielen.“

Wenn Ärzte und Patienten gemeinsam über die Behandlungsstrategie entscheiden, koste das zwar Zeit, sagte Puttfarcken. „Aber es minimiert auch Probleme in der Behandlung.“ Zwei Drittel der Versicherten erwarten, dass sie in die Entschei­dungsfindung einbezogen werden – das habe eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der TK zum Arzt-Patienten-Verhältnis im Jahr 2010 gezeigt. „Nur sechs Prozent der Befragten haben gesagt, das soll der Arzt allein entscheiden.“

Um mitreden zu können, müssten die Patienten aber informiert sein, betonte Puttfarcken. „Es kommen immer mehr Informationen auf den Markt, von denen niemand weiß, wie belastbar sie sind – davon fühlen sich viele eher verwirrt als informiert.“ Gerade nach Internetrecherchen kämen manche Patienten mit einem wilden Informations-Sammel­surium in die Praxis: „Das führt zu großer Verunsicherung.“

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Das Interesse an verlässlichen Informationen sei immens, sagte Puttfarcken. Beim Zweitmeinungstelefon, das die Kasse seit 2011 anbietet, gebe es rund 5.000 Gespräche pro Jahr – dort können Patienten etwa bei einer schweren Diagnose oder vor einer Operation die zweite Meinung eines Facharztes einholen. © dpa/aerzteblatt.de

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