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Ausland

Wohlstands­krankheiten gefährden Weltgesundheit

Freitag, 5. Juli 2013

Schon in der Schule sollte die Grundlage für eine gesunde Ernährung gelegt werden dpa

Wien – Chronische, nicht übertragbare Erkrankungen infolge von Fehlernährung sind weltweit auf dem Vormarsch. Falsche Essgewohnheiten sowie mangelnde Bewegung führen laut Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zu einem rasanten Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs – und somit zu einer  erhöhten Mortalität.

„Ich bitte die Ge­sund­heits­mi­nis­ter eindringlich darum, gemeinsam mit anderen Ressorts an der Umsetzung einer Politik zu arbeiten, die hier etwas ausrichten kann“, appellierte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, im Rahmen einer zweitägigen Konferenz zum Thema. Sie forderte die Lebensmittelindustrie eindringlich auf, verantwortlicher zu handeln, Rezepturen gesundheitsförderlicher und transparenter zu gestalten sowie Lebensmittel mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt nicht an Kinder zu vermarkten.

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Auch die Verbraucher ließ sie nicht aus der Verantwortung: „Jeder sollte die Hinweise auf den Lebensmitteln genau studieren und danach bewusst und verantwortlich gemäß den Empfehlungen der Ernährungswissenschaft entscheiden, was sie davon essen“, so die Regionaldirektorin. Sie forderte bei der Bekämpfung der Adipositas-Epidemie die gleiche Entschlossenheit wie im Kampf gegen den Tabak.

Laut WHO ist Adipositas in der gesamten europäischen Region schon unter Kindern besorgniserregend verbreitet. Schätzungen zufolge seien ein Drittel der Kinder und die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig oder adipös.

In manchen Ländern macht krankhaftes Übergewicht zwei bis sieben Prozent der Gesundheitskosten aus und verursacht durch Produktivitätsverluste zusätzliche indirekte Kosten. „Ohne ein Gegensteuern wird die Prävalenz des Übergewichts bis 2030 in einigen Ländern 90 Prozent erreichen“, warnte die Welt­gesund­heits­organi­sation.

© hil/aerzteblatt.de

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