NewsPolitikKleinere Krankenhäuser geraten in Demografiefalle
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kleinere Krankenhäuser geraten in Demografiefalle

Dienstag, 9. Juli 2013

© sudok 1 fotolia

Berlin/Bonn – Die zunehmende Alterung der Gesellschaft trifft kleine Krankenhäuser in Deutschland besonders hart. Nicht nur durch die zunehmende Zahl älterer Patienten, sondern auch infolge der Überalterung der eigenen Mitarbeiter gerieten die Kliniken in eine Demografiefalle, heißt es in einer heute in Berlin veröffentlichten Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) und seines Fachverbandes Healthcare unter Entscheidungsträgern aus rund 200 Krankenhäusern.

Besonders im Pflegebereich kleinerer Kliniken spitzt sich die Situation laut Studie zu. So müssten sich 84 Prozent der Häuser mit weniger als 300 Betten intensiv mit den Folgen eines steigenden Durchschnittsalters auseinandersetzen, weil sich dort der fehlende Nachwuchs gravierender auswirke als in großen Krankenhäusern wie den Universitäts­kliniken. Bei den großen Kliniken mit mehr als 1.000 Betten liege der Wert im Vergleich bei 55 Prozent.

Anzeige

Gut 50 Prozent aller befragten Krankenhaus-Experten erwarten, dass die Produktivität des Personals infolge der Alterung zurückgehen wird, sofern nicht gezielt gegen­ge­steuert wird. Rund 45 Prozent der Krankenhäuser hätten daher bereits Maßnahmen ergriffen, um die Qualität und Intensität der pflegerischen Leistungen weiterhin anbieten zu können, heißt es in der Studie. Parallel solle auch die Arbeit der Pflegekräfte erleichtert werden. Besonders häufig kommen dabei ergonomische Arbeitsmittel, spezielle Arbeitszeitmodelle sowie gesundheitsfördernde Angebote zum Einsatz. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. März 2019
Gütersloh – Mehr Geburten und Zuwanderung reichen einer Untersuchung zufolge nicht aus, um die Negativfolgen der demografischen Alterung für die soziale Sicherung in Deutschland aufzufangen. „Selbst
Sozialstaat braucht mehr als Geburten- und Zuwandererplus
13. März 2019
Seattle – Japaner haben heute im Alter von 76 Jahren die gleichen gesundheitlichen Probleme wie der Durchschnitt aller Menschen im Alter von 65 Jahren. In Papua-Neuguinea erreichen die Einwohner diese
Menschen in ärmeren Ländern altern um 30 Jahre schneller
27. Februar 2019
Seoul – In Südkorea werden so wenig Kinder geboren wie nie zuvor seit Erfassung der Daten in dem Land vor fast 50 Jahren. Statistisch bekommt eine Südkoreanerin nur noch 0,98 Kinder, 2017 lag die Rate
Geburtenrate in Südkorea sinkt auf Rekordtief
19. Februar 2019
Palo Alto – US-Amerikaner, die in Bezirken mit einer hohen Dichte von niedergelassenen Allgemeinmedizinern oder Fachärzten leben, hatten in einer sogenannten ökologischen Studie in JAMA Internal
US-Studie: Niedergelassene Ärzte erhöhen Lebenserwartung in der Bevölkerung
8. Februar 2019
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat Schwerpunktthemen definiert, die sie bis 2025 verstärkt bearbeiten will. Dazu zählen unter anderem das Interesse an medizinischer
Demografischer Wandel bei Internisten ganz oben auf der Agenda
23. Januar 2019
Maastricht – Größere Frauen, die im Verlauf ihres Lebens schlank geblieben sind, haben im Rentenalter eine höhere Chance, ein Alter von 90 Jahren zu erreichen. Bei Männern könnte laut den Ergebnissen
Wie Körpergröße, Gewicht und Bewegung die Lebenserwartung älterer Menschen beeinflussen
9. Januar 2019
Hamburg – Die Stadt Hamburg hat ihr im Jahr 2014 vorgestelltes Demografiekonzept „Hamburg 2030: Mehr. Älter. Vielfältiger“ aktualisiert. „Hamburg ist eine attraktive und wachsende Stadt. Damit das so
LNS
NEWSLETTER