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Politik

Was die Ersatzkassen von der Politik fordern

Mittwoch, 10. Juli 2013

Berlin – „Die steigende Lebenserwartung, die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung, der Geburtenrückgang und die daraus resultierende Veränderung des Krankheitsspektrums und der medizinischen Versorgung“ sind nach Auffassung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) die großen Herausforderungen der Zukunft für das Gesundheitswesen in Deutschland.

In einem 18-seitigen Papier mit Positionen für die Zeit nach der nächsten Bundestags­wahl fordert der Verband, das Gesundheitswesen stärker auf ältere Menschen auszurichten. „Gebraucht wird eine stärker geriatrisch ausgerichtete Versorgung, in der den Bedürfnissen alter Menschen Rechnung getragen wird.[…] So sollte im Kranken­haus die Mitbehandlung älterer Menschen durch Geriater zum Standard werden.“ Zudem müssten geriatrische Institutsambulanzen an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung dazu beitragen, die Versorgungsqualität älterer Patienten zu verbessern.

Qualität verbessern
Die Ersatzkassen fordern in ihrem Positionspapier auch, die Qualität der Versorgung zu verbessern und transparenter zu machen. „Während die Krankenkassen seit Jahren im Wettbewerb zueinander stehen, ist der Wettbewerb aufseiten der Leistungserbringer noch wenig entwickelt“, so der vdek. Dazu sei es nötig, dass die Krankenkassen entscheiden könnten, „ob die Versorgung durch ergänzende Selektivverträge erfolgt“.

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Wichtig sei außerdem, Arzneimittel, risikobehaftete Medizinprodukte, Diagnostika und Therapien „einer konsequenten Nutzenbewertung zu unterziehen“.

Kassen wollen Beitragssatz selbst festlegen
Das jetzige Finanzierungssystem mit einem staatlich festgesetzten Beitragssatz, Zusatzbeiträgen und Prämien hat sich nach Auffassung des vdek nicht bewährt. „Die Krankenkassen benötigen wieder die Entscheidungsgewalt über die Finanzierung in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Zusatzbeiträge und Prämien gehören abgeschafft, die Beitragssatzautonomie muss wieder eingeführt werden“, erklärte der Verbands­vorsitzende Christian Zahn. Außerdem sollten sich Arbeitgeber und Versicherte zu gleichen Teilen an der Finanzierung beteiligen. © hil/aerzteblatt.de

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