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Politik

Ökonomen erwarten 2014 Defizit beim Gesundheitsfonds

Freitag, 12. Juli 2013

dpa

Kiel – Die Überschüsse in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung gehen zurück, im kommenden Jahr könnte der Gesundheitsreform gar ins Minus rutschen. Das prog­nostiziert das Institut für Weltwirtschaft (ifw), Kiel. „Die Finanzlage der Sozial­versicherung hat sich in den Jahren 2011 und 2012 vor allem infolge des kräftigen Aufschwungs stark verbessert“, heißt es in der „Sozialversicherung bald wieder im Minus?“ überschriebenen Analyse.

2013 und 2014 werden die Beitragseinnahmen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung laut Institut zufolge weiter steigen, weil Tarifabschlüsse für höhere Gehälter und damit auch für höhere Sozialabgaben sorgten. Allerdings habe der Bund seine Zuschüsse gekürzt und die Praxisgebühr sei weggefallen.

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Auf der Ausgabenseite erwartet das ifw, dass die Ausgaben der gesetzlichen Kranken­versicherung „insgesamt beschleunigt zunehmen“. Eine wichtige Rolle spiele dabei das weiter steigende Krankengeld und die Zunahme psychischer Erkrankungen. „Der Über­schuss der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (einschließlich Gesundheitsfonds) belief sich im Jahr 2012 auf 9,4 Milliarden Euro. Im Jahr 2013 wird er wohl kräftig – auf 3,0 Millarden Euro – sinken“, so die Prognose des Instituts. Im Jahr 2014 wird danach wohl „ein geringes Defizit entstehen“.

Die Ökonomen fordern in ihrer Stellungnahme mehr Verlässlichkeit und Transparenz des Bundes bei den Zuschüssen an die Sozialversicherungen. „Es wäre „sinnvoll, wenn die Zuweisungen des Bundes mit der Finanzierung konkreter Leistungen der verschiedenen Sozialversicherungen verbunden wären. […]Dies würde zu mehr Transparenz in den Finanzbeziehungen zwischen dem Bund und den Sozialversicherungen beitragen, die Planbarkeit erhöhen und verhindern, dass der Eindruck einer Zuweisungspolitik nach Kassenlage entsteht“, zitiert das ifw-Papier eine Stellungnahme der Deutschen Bundesbank. © hil/aerzteblatt.de

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