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Antibiotika­resistente Keime in gesunden Hähnchen

Freitag, 12. Juli 2013

Hannover – Wissenschaftler der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover haben bei zahlreichen gesunden Schlachthähnchen antibiotikaresistente Keime nachgewiesen. Sie untersuchten 120 Proben von geschlachteten Tieren aus vier verschiedenen Herden – bei fast 90 Prozent davon entdeckten sie resistente Bakterien. Die Untersuchung ist zwar nicht repräsentativ. Nach Einschätzung des Studienleiters Günter Klein ist sie jedoch „sicherlich ein Hinweis, dass es nicht so selten vorkommt“.

Woher die resistenten Keime kommen, wurde in der Studie nicht untersucht. „Sicherlich ist Antibiotikaeinsatz eine theoretische Möglichkeit“, erklärte Klein. Die Resistenzen könnten aber auch auf die Umgebung zurückzuführen sein. „Stäube und Insekten kommen z.B. als Überträger theoretisch infrage“, sagte der Wissenschaftler. Die Bakterien an sich kämen in jedem gesunden Hähnchen vor, dann könnten sie Resistenzen aufnehmen.

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Die untersuchten Schlachthähnchen stammten aus konventionellen Betrieben. Es gab für sie eine „Schlachterlaubnis ohne Auflagen“, das heißt, sie galten als gesund. Ob sie im Laufe ihres Lebens mit Antibiotika behandelt wurden, ist unklar. Jüngst hatten Wissen­schaftler aus Hannover herausgefunden, dass ein Masthähnchen in Deutschland im Schnitt an 10 seiner 39 Lebenstage Antibiotika erhält.

Ein Großteil der resistenten Bakterien wird Klein zufolge bei der Schlachtung entfernt. Wichtig sei eine gute „Schlachthygiene“. Es müsse sichergestellt sein, dass die Keime nicht verbreitet werden. Für gesunde Menschen seien die resistenten Bakterien kein Problem, bei Schwerkranken könnten sie aber dazu führen, dass Antibiotika nicht mehr wirken. Die Studie soll dazu beitragen, antibiotikaresistente Keime zu bekämpfen. © dpa/aerzteblatt.de

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