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Hochschulen

Hochschulmedizin braucht besondere Förderung

Mittwoch, 17. Juli 2013

Berlin – Die Universitätskliniken in Deutschland brauchen wegen ihrer besonderen Aufgaben in der Krankenversorgung, der Lehre und der Forschung finanziell mehr Unterstützung. Diese gestern veröffentlichte Forderung des Wissenschaftsrates haben der Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) und der Medizinische Fakul­tätentag (MFT) bestätigt.

Auch der Wissenschaftsrat bestätigt, dass unsere Sonderaufgaben an vielen Stellen nicht richtig finanziert sind. Wissenschafts- und Ge­sund­heits­mi­nis­terien müssen nun zügig über Lösungen sprechen“, sagte dessen Präsident Heyo Kroemer heute in Berlin. Er wies darauf hin, dass die Universitätsklinika unter anderem Patienten mit seltenen Erkrankungen behandelten, eine ständige Notfallversorgung vorhielten, innovative Methoden erprobten und sehr viel Aus- und Weiterbildung leisteten.

„Positiv sehen wir, dass der Wissenschaftsrat die Probleme der Investitionsfinanzierung anerkennt und Bund und Länder zum Handeln auffordert. Allerdings fehlen bisher konkrete Lösungsvorschläge“, sagte Michael Albrecht, Vorstandsvorsitzender des VUD.

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Kroemer ergänzte, die Universitätsklinika brauchten sanierte Gebäude und moderne Geräte nicht nur für sogenannte Leuchttürme der Exzellenz, sondern auch in der Breite. „Das darf man nicht gegeneinander stellen“, so der MFT-Präsident.

Auf die Grundfinanzierung der Hochschulen wies Ralf Heyder hin, Generalsekretär des VUD: „Die Landeszuschüsse für Forschung und Lehre in der Medizin stagnieren seit Jahren oder sind sogar rückläufig. An immer mehr Medizinfakultäten sind die Kapazitätsgrenzen für extern finanzierte Forschungsprojekte erreicht“, warnte er.

Die Aufforderung des Wissenschaftsrates an die Länder, die Grundfinanzierung zu stärken, sei daher richtig, „Drittmittel sind kein Ersatz für eine angemessene Grundfinanzierung“, so Heyder. © hil/aerzteblatt.de

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