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Caritas fordert flexible Lösung für syrische Flüchtlinge

Mittwoch, 17. Juli 2013

Berlin – Für die Aufnahme von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen in Deutschland hat die Hilfsorganisation Caritas interna­tional eine flexible Lösung gefordert. Die Bereitschaft der schwarz-gelben Bundes­regierung, bis Jahresende 5.000 Flücht­linge aufzunehmen, zeige, dass ihr die Dramatik bewusst sei, sagte der Präsi­dent des Deutschen Caritas­verbandes, Peter Neher, heute in Berlin.

„Wenn sich die Situation in Syrien weiter verschärft, wird der Bedarf höher sein“, betonte er. Bessere sich die Lage hingegen, sinke der Bedarf. Er wünsche sich daher eine „flexiblere Handhabung“ des Problems.

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Die Hilfsorganisation präsentierte in Berlin ihren Jahresbericht 2012. Demnach konnte die Caritas auf 14,7 Millionen Euro an Spenden zurückgreifen. 2011 war die Summe mit rund 32 Millionen Euro noch fast doppelt so hoch gewesen. Neher erklärte den drastischen Unterschied damit, dass die Spendenbereitschaft bei Kriegen generell niedriger sei als bei Naturkatastrophen. 2011 sei die Hilfsbereitschaft wegen der Dürre in Ostafrika und des Tsunamis in Japan besonders hoch gewesen.

Zu den Haupteinsatzgebieten der Hilfsorganisation zählt auch Afghanistan. Dort sind aus Sicht der Helfer Erfolge zu verzeichnen, wie etwa der Aufbau von Mädchenschulen. „Auf der anderen Seite wächst Afghanistan jedes Jahr um eine Million Menschen. Viele Erfolge werden allein durch diese Bevölkerungsexplosion aufgezehrt“, sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller. Auch der Drogenkonsum in Afghanistan bereite den Helfern Sorge. „Eine Million Menschen sind drogenabhängig“, sagte Müller. Es stünden aber pro Jahr nur 10 000 Therapieplätze zur Verfügung. © dpa/aerzteblatt.de

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