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Krankenhaus­gesellschaft kritisiert AOK-Analyse zu Herzkatheter­behandlungen

Donnerstag, 18. Juli 2013

dpa

Düsseldorf/Berlin – Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hat die von der AOK veröffentlichten Ergebnisse zur Qualität therapeutischer Herzkatheter­behandlungen bei Patienten ohne Herzinfarkt scharf kritisiert. Neben methodischen Fehlern zeichne sich die Analyse vor allem durch mangelnde Transparenz aus. Sollten Kliniken aufgrund von Falschbeurteilungen Nachteile entstehen, werde man über die Einleitung rechtlicher Schritte nachdenken, so die Krankenhausgesellschaft.

„Wir sprechen uns klar für einen Qualitätswettbewerb aus und stellen uns den Vergleichsportalen im Internet. Aber dies muss von unabhängiger Seite auf methodisch sauberer Grundlage und mit transparenten und fairen Spielregeln stattfinden", forderte KGNW-Geschäftsführer Matthias Blum. Dies sei bei den aktuell veröffentlichten Ergebnissen jedoch nicht der Fall.

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So verwende der AOK-Krankenhausnavigator neben den Qualitätsberichten der Krankenhäuser zunehmend auch Kennzahlen aus Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten. Diese Informationen seien jedoch weder vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss noch dessen unabhängigen Institut AQUA als Qualitätsindikatoren definiert worden.

Zudem laste die AOK den Krankenhäusern auch Ereignisse negativ an, die nichts mit der eigentlichen Operation zu tun hätten. Neben methodischen Schwächen wirft die KGNW der Krankenkasse vor allem auch fehlende Transparenz vor. Für die Krankenhäuser sei nicht ersichtlich, wie die Bewertung zustande komme. Die Analyse auffälliger Fälle und das Lernen aus den konkreten Fällen blieben den Kliniken somit verwehrt.

„Vergleichsportale, die Patienten bei der Wahl ihres Krankenhauses beraten wollen, müssen hohen Ansprüchen für die Bewertungskriterien genügen. Die Kliniken brauchen ein zeitnahes und umfassendes Feedback, um im Rahmen des Qualitätsmanagements Auffälligkeiten ihres Hauses zu analysieren und erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung einleiten zu können", forderte der KGNW-Geschäftsführer.

Therapeutische Herzkatheter gehören bundesweit zu den häufigsten Eingriffen bei herzkranken Patienten. Allein im Jahr 2010 wurden etwa 326.000 dieser Behandlungen durchgeführt. © hil/aerzteblatt.de

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