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Wissenschaftler verbessern Heilpflanzen

Freitag, 19. Juli 2013

München – Die Nachfrage nach pflanzlichen Arzneimitteln steigt in Deutschland und steigert den Verbrauch dieser Pflanzen. Der Wildbestand einiger Arten gilt daher als gefährdet. Über einen entsprechenden Vortrag des Direktor der Botanischen Gärten der Universität Bonn, Maximilian Weigend, in München berichtet das Komitee Forschung Naturmedizin e.V.

Laut Weigend ist es sinnvoll, Heilpflanzen zu kultivieren, um die Umwelt zu schützen und trotzdem eine gleichbleibende Qualität der Rohstoffe zu sichern. Die Vorteile einer so gelungenen Domestikation demonstrierte der Wissenschaftler am Beispiel von Beinwell und Bärentraube.

Die in der Natur wild wachsenden Beinwellspezies (Symphytum officinale) enthalten in ihren Wurzeln neben den Inhaltsstoffen Allantoin und Rosmarinsäure, die bei stumpfen Verletzungen schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken, auch sogenannte Pyrrolizidinalkaloide (PA). Die seien in höheren Dosen leberschädigend. Die Aufgabe der Forschung lautete deshalb, eine Beinwell-Sorte zu entwickeln, welche einen hohen Gehalt an heilwirksamen Stoffe enthalte, aber keine PA. Diese liege nun vor.

Aus dieser positiven Erfahrung heraus hat Weigend nach eigenen Angaben die Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi), die gegen Blasenentzündungen angewandt wird, zum Gegenstand seiner Forschung gemacht. Die Wahl fiel auf diese Heilpflanze, „da hier häufig minderwertiges Material auf den Markt kommt“, so der Wissenschaftler. Besonders problematisch seien chinesische Importe. Die wissenschaftliche Aufgabe bestand darin, ein möglichst arbutinreiches Kultivar zu identifizieren, was mittlerweile ebenfalls gelungen sei.

Das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. besteht seit 1999, Vereinsziel ist laut der Eigendarstellung auf der Internetseite des Vereins „die Förderung der Erforschung von Verfahren der Naturmedizin sowie der Darstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit“. Dieses Ziel verwirkliche der Verein durch die Unterstützung von Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Ergebnissen, Vorträgen und Arbeitstagungen. © hil/aerzteblatt.de

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